27. März 2019 | Veranstaltungen

Topthema Recycling

Deutscher Verpackungskongress 2019
Tagungsort in diesem Jahr: Die Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin
Quelle: BW

„Image der Verpackung – Zwischen Ruf und Wirklichkeit“ lautete das Motto des diesjährigen Deutschen Verpackungskongresses, zu dem das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) vergangene Woche über 200 Teilnehmer in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin begrüßen konnte.

Beeindruckende Impulse zum Thema „Kreislaufwirtschaft“ aus einer Nicht-Verpackungsbranche vermittelte Architekt Thomas Rau, Turntoo B.V., und forderte ein generelles Umdenken: „Wenn wir die Realität verändern wollen, müssen wir die Geschäftsmodelle verändern!“ Man müsse grundsätzlich die verwendeten Materialien auch finanziell bewerten. Wie wichtig es sei, in Kreisläufen zu denken, betonte auch Prof. Dr. Martin R. Stuchtey, ehemaliger McKinsey-Berater und Gründer des Unternehmens Systemiq GmbH, das den Wandel zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem beschleunigen will.

Nachhaltigkeit bleibt nachhaltig

„Das Thema Nachhaltigkeit bleibt uns erhalten und zwar nachhaltig“, sagte Kim Cheng, Geschäftsführerin des Deutschen Verpackungsinstituts Berlin. Sie zitierte die Ergebnisse einer im Auftrag des dvi durchgeführten repräsentativen Umfrage, nach der sich fast jeder zweite Konsument bei der Frage nach der Verantwortung für den Plastikmüll im Meer in der Pflicht sehe: „Wir sitzen alle im selben Boot!“ – lautete ihr Fazit. Produkthersteller, Verpackungsindustrie und Handel müssten gemeinsam entsprechende Lösungen möglich machen.

Weitere Themen des diesjährigen Deutschen Verpackungskongresses:

  • Wie Verpackungskreisläufe in der Praxis vorangetrieben werden, darüber sprachen Referenten von Unilever, Metro und der Schwarz-Gruppe (Lidl) ;
  • Drei Monate Verpackungsgesetz: Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, gab einen Überblick, wie das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) in sein erstes Quartal gestartet ist; Stichworte Recyclingfähigkeit in Theorie und Praxis, Recyclingquoten und "zu viele runde Tische".

„Die Zeit des Schönredens ist endgültig vorbei“ – rüttelte dvi-Urgestein und ex-dvi-Vorstandsvorsitzender Thomas Reiner – sein Nachfolger an der Verbandsspitze ist seit letztem Jahr Wolf-Dieter Baumann - zum Abschluss des ersten Kongresstages die Teilnehmer eindrucksvoll auf: Die Branche müsse endlich handeln! (mehr dazu lesen Sie in VR 5/19).

Den ausführlichen Kongress-Nachbericht lesen Sie in VR 5/19! Hier Probeheft bestellen!

Von Maren Oellerich

nach oben drucken RSS-Feed