08. März 2019 | Recycling

US-Wirtschaftsmagazin zeichnet deutsche Start-up aus

Uwe D'Agnone, geschäftsführender Gesellschafter der Creapaper GmbH, mit dem Red Herring Top 100 Europe Award
Uwe D'Agnone, geschäftsführender Gesellschafter der Creapaper GmbH, mit dem Red Herring Top 100 Europe Award
Quelle: creapaper

Immer mehr alternative Verpackungslösungen werden mit Preisen ausgezeichnet. Jüngst hat das US-Wirtschaftsmagazin Red Herring das deutsche Start-Up Creapaper mit seinem Top 100 Europe Award ausgezeichnet. Das in Hennef beheimatete Unternehmen hat eine Technologie zur Papierherstellung aus Gras entwickelt. Die Sieger wurden aus einem Kreis von rund 1200 europäischen Start-Up-Unternehmen ausgewählt.

Graspapier ist ressourceneffizient

Der Rohstoff Gras wird zu Grasfaserstoff in Form von Pellets verarbeitet, die Zellstoff aus Frischfasern aus Holz ersetzen. Dabei würden bis zu 75 % weniger CO2 frei als bei konventioneller Produktion freigesetzt und für 1 t Graspapier benötige man 2 anstatt 6 l Wasser. Auch auf den Einsatz von Chemikalien könne man durch das patentiere Verfahren verzichten.

Etablierte Alternative

Das Start-up habe sich als Graspapier-Produzent in der Verpackungsindustrie etabliert. Das Marktreife Produkt werde bereits von Unternehmen wie Coca-Cola, Otto Versand und Lebensmittel-Discountern wie REWE, Lidl und Aldi eingesetzt. Ein Markteintritt in den USA sei geplant und man stünde mit Starbucks und McDonald’s in Kontakt.

Die Preisübergabe für die Red Herring Top 100 Europe fand Ende Februar 2019 in Amsterdam statt. Im Mai wird das Graspapier in Los Angeles beim Top 100 North America Event US-Investoren präsentiert.

Redigiert von Thobias Quaß

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