20. Dezember 2018 | Recycling

Geschlossener Kreislauf für Bierfässer gestartet

First Mile, KeyKeg und OneCircle haben in London ein Piolotprojekt fürs Recycling von Kunststofffässern gestartet
Quelle: First Mile

Damit Kunststofffässer für Getränke künftig nicht mehr auf der Müllhalde landen, haben sich die Unternehmen First Mile, KeyKeg und OneCircle zusammengetan. Gemeinsam wollen sie in Großbritannien einen geschlossenen Kreislauf realisieren. Im Rahmen dieses Programms sollen Kunststofffässer recycelt und als neue Getränkefässer wieder eingesetzt werden.

Den Partnern zufolge wurde ein entsprechendes Pilotprojekt nun in London gestartet. Dort sammelt First Mile gebrauchte KeyKegs bei Bars ein und transportiert sie zum Recyclingunternehmen OneCircle, wo sie wiederum zu neuen KeyKegs verarbeitet werden.

500.000 Fässer pro Jahr

Lightweight Containers, das Unternehmen hinter KeyKeg, setzt sich als Verpackungshersteller aktiv in der Phase der Entsorgung der Fässer ein. Gemeinsam mit seinen Kunden – Getränkelieferanten und Bars – baut das Unternehmen derzeit eine Gemeinschaft auf, die diese Fässer sammelt und sie für die Wiederverwertung vorbereitet. OneCircle, eine Initiative des Verpackungsherstellers, zeichnet dabei für das Recycling und den Transport der Fässer verantwortlich.

Über 90 Prozent aler Kunststofffässer auf der Insel sollen KeyKegs sein, so die Unternehmen. Joe Allen, Vertriebsvorstand von First Mile, schätzt, dass mehr als 500.000 KeyKegs pro Jahr in London verbraucht werden. "Es ist großartig, dass wir sie nun als Rohstoff wiederverwerten können", sagt er. "Viele Bars haben sich spontan daran beteiligt, sie entsprechend aufzubewahren. Die Zeit ist einfach reif, dass gemeinsam mit den Verpackungsherstellern geschlossene Materialkreisläufe entstehen."

Höherer Anteil an Recyclingmaterial

Ein KeyKeg besteht zu 81 Prozent aus PP und PET. Das sind zwei Arten von Kunststoff, die sich innerhalb eines Materialkreislaufs wiederverwerten lassen. Die übrigen Materialien können in anderen Anwendungen hochwertig eingesetzt werden. Jedes KeyKeg besteht bereits zu 30 Prozent aus Rezyklaten. Dieser Anteil soll 2019 auf 40 Prozent steigen.

Redigiert von Christiane Lingrön

nach oben drucken RSS-Feed