22. Oktober 2018 | Recycling

Kunststoffverpackungen: Nutzen statt wegwerfen

Die EU will gewisse Kunststoffverpackungen zugunsten des Umweltschutzes verbieten
Die EU will gewisse Kunststoffverpackungen zugunsten des Umweltschutzes verbieten
Quelle: Nabu/Eric Neuling
Im Rahmen der „Rethink Plastic Alliance“, einem Zusammenschluss führender europäischer Nichtregierungs-Organisationen zur Verringerung des Kunststoffabfalls, tritt der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) für regulierende Verbote und Mitverantwortung von Unternehmen ein. Insbesondere letztere sperrten sich gegenüber Verboten, aber führten gleichzeitig die hohen Kosten der Säuberungsaktionen von achtlos weggeworfenem Abfall an.

Mehrweg sei einzig nachhaltige Lösung
Entgegen vieler Hoffnungen seien bioabbaubare Einwegprodukte aus Papier und Bioplastik als Ersatz für die Kunststoff-Variante keine Alternative, von der Klima, Böden und Kreislaufwirtschaft profitierten, so der Verband. Die Inverkehrbringer von Kunststoffverpackungen lieferten dazu keine Lösungen zur Vermeidung von Kunststoffabfällen in der Natur. Auf Grund dessen seien staatliche Regulierungen zur Vermeidung von (Einweg-)Kunststoffen erforderlich.

Die EU könne durch die sogenannte Einwegplastik-Richtlinie, die im März 2019 EU-weit gelte und das Inverkehrbringen gewissen Einweg-Kunststoffprodukte verböte, einen Präzedenzfall für Natur bewahrende ordnungspolitische Instrumente schaffen. Gleichzeitig bestünde für die Mitgliedsstaaten der EU die Chance, Mehrweglösungen, beispielsweise in der Gastronomie, als wirtschaftliche Option zu etablieren.

Redigiert von Thobias Quaß

nach oben drucken RSS-Feed