16. November 2018 | Verpackungstechnik

Digital gedruckte Flaschenreliefs

Mit O-I : Expressions hat der weltweit größte Hersteller von Glasverpackungen, Owens-Illinois, Inc., diese Woche in Nürnberg ein revolutionäres Veredelungsverfahren vorgestellt: Dieser neue Service wurde speziell für Designagenturen, Verpackungsfachleute und alle Lebensmittel- und Getränkevermarkter entwickelt, die sich vom Wettbewerb abheben und ihren Kunden neue Kaufanreize bieten möchten, hieß es gestern dazu auf der BrauBeviale.

Der Digitaldruck direkt auf Standardflaschen macht es möglich; mit dem neuen Verfahren ist die Bandbreite an Farb- und Designmöglichkeiten im Vergleich zu herkömmlichen Dekorationslösungen beispiellos. Jede Flasche wird so zum Unikat. Doch damit nicht genug; jetzt wird auch noch der Tastsinn angesprochen: Mit der Premiumvariante Expressions Relief können haptische Effekte, wie Prägungen und Farbprägungen, ebenfalls digital gedruckt werden.
„Europa macht 24 Prozent des globalen Marktes für personalisierte Verpackungen aus und ist zugleich ein O-I Kernmarkt, so dass es für uns folgerichtig war, die Reise hier zu beginnen“, so Vitaliano Torno, Präsident von O-I Europa, „auf der einen Seite sehen wir den dynamisch wachsenden Bedarf der Händler, einzigartige Promotionen anzubieten, auf der anderen Seite nutzen Labels zunehmend personalisierte Promotionen, um sich zum Wettbewerb zu differenzieren.“

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Die Technologie

Um diese neuen Services im industriellen Maßstab auf den Markt zu bringen, investierte der Flaschenhersteller in der Nähe von Lyon/ Frankreich zunächst in zwei industrielle direct2glass Digitaldrucker, die den kontaktlosen Direktdruck über ein Drop-on-Demand-Verfahren ermöglichen, das nur dann einen Tintentropfen erzeugt, wenn er für den Druck benötigt wird. Der Einsatz von UV-Farben ermögliche eine schnelle und zuverlässige Aushärtung, während das CMYK-Modell die Tür zum Pantone-Farbspektrum öffnet. Je nach Motiv liege die Leistung (nur Digitaldruck) bei ca. 60/65 Flaschen in der Minute, hieß es dazu gestern in Nürnberg.

Der neue Service soll bis Mitte 2019 in Europa und kurz danach in den USA kommerziell verfügbar sein.

Redigiert von Maren Oellerich

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