12. Dezember 2018 | Recycling

Umweltbundesamt publiziert zum Schwerpunkt Recycling

Kunststoffe werden in Deutschland immer noch zu wenig recycelt. Dies zeige die aktuelle Publikation des Umweltbundesamts (UBA) „Schwerpunkt: Recycling“, die die gesamte Kreislaufwirtschaft in Deutschland beleuchtet. 2017 wurden nur knapp 46 % der Kunststoffe dem werkstofflichen Recycling zugeführt. Daraus wurden 1,9 Mio. t Rezyklat gewonnen.

Das neue Verpackungsgesetz, das ab 1. Januar 2019 gilt, setzt neue Recyclingquoten für Kunststoff-Verpackungen fest. Ab 2019 müssen 58,5 % und ab 2022 sogar 63 % der Kunststoffabfälle werkstofflich verwertet werden. Das UBA schlägt darüber hinaus vor, auch für andere Abfallströme, wie für Elektro- und Elektronikgeräte, spezifische Recyclingquoten für den Kunststoffanteil festzusetzen.

Die Rezyklat-Initiative kann helfen

Neue Anreize, wie mittels nach der Recyclingfähigkeit bemessenen Beteiligungsentgelte oder ausgeweitete Einwegpfandvorgaben, seien aber nur dann ökologisch und ökonomisch tragfähig, wenn auch mehr Rezyklate am Markt nachgefragt werden. Dazu können Rezyklat-Initiativen (siehe 5-Punkte-Plan des BMU) aber auch Vorgaben in der öffentlichen Beschaffung beitragen. „Wir müssen Kunststoffrezyklate so hochwertig wie möglich verwenden. Shampooflaschen sollen möglichst auch wieder zu Shampooflaschen werden. Voraussetzung dafür sind recyclingfähige Produkte und wir müssen unbedingt die Nachfrage nach Kunststoffrezyklat stärken“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.

Die ganze Publikation kann auf der Webseite des UBA bezogen werden.

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Redigiert von Thobias Quaß

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