08. März 2019 | Recycling

Gras als Etiketten-Alternative

Graspapier-Etiketten fu?r die industrielle Produktkennzeichnung
Graspapier-Etiketten für die industrielle Produktkennzeichnung
Quelle: K-D Hermann

Graspapier ist ein  ganz großer Trend (VR berichtete u.a. hier darüber). Nun bietet auch der Hersteller von Kenn- und Auszeichnungssystemen K-D Hermann GmbH aus Hirschhorn neben herkömmlichen FSC- und PEFC-zertifizierten Etiketten auch das nachhaltigere Material für Haftetiketten an. Nach Herstellerangabe seien die Graspapieretiketten recyclingfähig, kompostierbar, FSC-zertifiziert und für den direkten Lebensmittelkontakt nach Isega zugelassen.

Nachhaltigere Alternative

Das verwendete Graspapier bestehe zu 50 % aus FSC Mix-zertifiziertem Zellstoff und zu 50 % aus sonnengetrocknetem Gras. Das Gras wird von extensiv ungenutzten Wiesen aus der nächsten Umgebung zur Papierfabrik gewonnen. Was das Material aber besonders „grün“ macht, ist die umweltschonende Herstellung.

Pro Tonne Grasfaserstoff wird den Angaben nach weniger als 1 l Wasser benötigt. Herkömmlicher Holzzellstoff benötige  6000 l/t. Außerdem fielen bei dafür nur ca. 150 kW/h an; bei einer Tonne Holzzellstoff 6000 kW/h, so das Unternehmen weiter. Positiver Nebeneffekt der Wasser- und Energieeinsparungen: eine CO2-Reduktion von ca. 4,8 t. Zur Herstellung von Grasfasern werden weder Mineralöl, noch Chemikalien benötigt, wodurch es uneingeschränkt recycelt werden könne.

Für die Auszeichnung mit Handauszeichnungsgeräten sind gängige Etikettenformate bereits lieferbar. Weitere Formate seien in Vorbereitung.

Redigiert von Thobias Quaß

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