04. Oktober 2018 | Packstoffe + Packmittel

Luxe Pack: Ein paar Highlights aus Monaco

Während der letzten Tage traf sich die Luxusgüter-Branche auf der Luxe Pack Monaco, um sich über die aktuellen Trends und Neuheiten im Luxusverpackungen-Segment zu informieren. Wir zeigen eine Auswahl interessanter Entwicklungen.

Metall und LED

Zum Beispiel zeigte Cosfibel seine Verpackung für den Duft Pure XS von Paco Rabanne. Das fein geprägte Dekor sei eine technische Herausforderung gewesen, so die Hersteller. Die Verpackung aus Metall hat einen Deckel mit einer schmalen Kante. Mit einem Druck auf die Seite lässt er sich einfach öffnen. Um die rauhe Optik des Materials zu kaschieren, wurde die Oberfläche zunächst mit einer weißen Beschichtung versehen. Dann wurde sie – entsprechend der Version für Herren oder Damen – mit Blau oder Pink gefärbt.

Der Hersteller präsentierte außerdem seine Sammler-Box für Jean Paul Gaultiers Scandal by Night. Die Marke nutzte den Neon-Trend, um das zentrale Motiv der Frauenbeine zu inszenieren. Das Besondere der Verpackung liegt in ihrem Inneren. Sobal^d die Box geöffnet ist, erleuchten die Beine in einem pinken Licht. Das geschieht mittels mehrerer LEDs, die im Deckel verborgen sind. Das Dekor dafür besteht aus schwarzem Karton, aus dem die Form der Beine ausgestanzt sind und der mit Plexiglas hinterklebt ist.

Unterwegsverpackung nach Food-Vorbild

Arcade Beauty zeigte in Monaco seinen 3D Pouch Reisepack für Christophe Robin. Diese neuartige Unterwegsverpackung für ein Haarpflege-Sortiment soll durch Lösungen aus dem Lebensmittelsektor inspiriert sein. Werden diese flexible Packungen sonst für Flüssigseifen und ähnliches genutzt, sind sie hier in verschiedenen Größen und mit einem vollständig wasserdichten Verschlusssystem erhältlich. Der Verschluss kann am oberen Ende oder an der Seite platziert werden.

Carestia, ein Geschäftsbereich von Arcade Beauty, stellte seine neue Emulsionstechnologie vor. Sie soll den Vertrieb von Parfüm-Proben verbessern. Dem Hersteller zufolge ermöglicht es die neue Technologie, dass die parfümierte Emulsion ihren Duft von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten ohne Verlust an Intensität bewahren und abgeben kann. Darüber hinaus ermöglicht das Applikationssystem eine Kontrolle der bereits abgegebenen Mengen der Probe. Der neu entwickelte Prozess füllt die Emulsion zwischen zwei Karten auf die Rückseite eines Blocks. Dabei liegt die Menge des benötigten Duftes dem Hersteller zufolge um 20 Prozent unter dem klassischer Parfüm-Imprägnierungsprozesse.

Smarte Becher erzählen mehr

Auch der finnische Kartonhersteller Kotkamills war in Monaco zu Gast und stellte seine Kunststoff-freien Papierbecher und Verpackungslösungen vor. Insbesondere demonstrierte er smarte Becher, die ihren Verbraucher darüber informieren, wie sie nach Gebrauch wiederverwertet werden. Die Becher enthalten einen gedruckten QR-Code, über den per Smartphone ein kurzes Webvideo abgespielt werden kann.

Das Sortiment des Herstellers enthält nachhaltige Faltschachtel- und Barrierekartons. Dazu gehören unter anderem Aegle Pro und Aegle White, die zum Beispiel für Verpackungen in den Bereichen Pharma, Kosmetik, Süßwaren und Lebensmittel erhätllich sind.

Epoxid ohne Quecksilber

Schließlich stellte Seram, Verpackungspartner für die Kosmetikbranche, anhand neuer Individualisierungsmöglichkeiten seinen Queksilber-freien Prozess für Epxidharze vor. Das mehrgestaltige und -farbige Material ermöglicht zum Beispiel Scheiben oder flache, haftende Oberflächen, die sich genau in Einlagen oder flache Oberflächen einpassen lassen. Spiegelnd und mit einem leicht konvexen Relief kann das Epoxidharz das qualitative Image von Produkten unterstreichen, so das Unternehmen. Es soll eine breite Palette an Farben, Stilen und Dekorationen ermöglichen, und zwar allein oder in Kombination mit anderen Materialien (Bändern, getrockneten Blüten o.a.)

Galerie

Redigiert von Christiane Lingrön

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