17. Dezember 2018 | Verpackungstechnik

Einheitliche Standards für mehr Automatisierung

Plug and Produce sichere eine schnelle Wiederinbetriebnahme
Plug and Produce sichere eine schnelle Wiederinbetriebnahme
Quelle: Lenze

Stärkere Individualisierung von Produkten bedeutet immer kleinere Losgrößen und damit häufigeres Umrüsten von Fertigungslinien: Ein Wechsel bei Infeed und Pick & Place der Produktionslinie steht an, Packaging und Paletizer bleiben unangetastet, aber das Outfeed-Modul muss ebenfalls gewechselt werden. Dieser bisher ein langwierige und arbeitsaufwändige Prozess könne bald durch Lenzes Plug & Produce-Konzept erleichtert werden.

Die Lösung präsentierte das Unternehmen aus Hameln gerade auf SPS IPC Drives. Dabei seien die grundlegenden Kommunikationsstandards OPC UA und dessen Companion Specification PackML entscheidend: offene, herstellerübergreifende Standards ermöglichen es den beteiligten Modulen, automatisiert die Produktionslinie zu konfigurieren und untereinander Daten auszutauschen, bis hin zur vollständigen Interaktion im Zuge des Produktionsauftrages. Die Produktionslinie muss deshalb nicht mehr programmiert werden. Als eines der ersten Unternehmen werde die Verwaltungsschale genutzt, um Daten zur Beschreibung der Maschinenfähigkeiten („Skills“) bereitzustellen. Auf dieser Basis können sich die Module automatisiert koppeln und das Zusammenspiel im Produktionsprozess organisieren.

Ziel sei es, für diese Anwendung ebenfalls herstellerübergreifende Standards zu schaffen, denn Offenheit bei der Auswahl von Maschinenlieferanten, Anpassung von Produktionslinien und bei Produktwechseln bedeute auch Offenheit in der Automatisierungsplattform. Dafür würden Mitstreiter in der Industrie und unter den OEMs gesucht und sich in den Normungsgremien der Verbände engagiert.

Redigiert von Thobias Quaß

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