30. Januar 2019 | Recycling

Neues Duales System bis 2021

Die Schwarz Gruppe will mit PreZero die Rohstoffe aus Abfällen aufwerten und investiert dafür 2019 einen dreistelligen Millionenbetrag
Die Schwarz Gruppe will mit PreZero die Rohstoffe aus Abfällen aufwerten und investiert dafür 2019 einen dreistelligen Millionenbetrag
Quelle: GreenCycle

Die Verwertung des vom Einzelhandel in Verkehr gebrachten Verpackungsabfalls liegt in den Händen der diversen Entsorgungsunternehmen. Nach der Übernahme der Tönsmeier-Gruppe im August 2018 bereitet die Neckarsulmer Schwarz Gruppe (u. a. Lidl, Kaufland) allerdings nun ihren nächsten Schritt im Entsorgungs- und Recyclinggeschäft vor: Mit der neu gegründeten Vertriebsmarke PreZero wolle man die Rohstoffe aus den Abfällen selbst wiederverwerten und den Umsatz der Gruppe in den kommenden 5 Jahren um 50 % auf 750 Mio. Euro steigern, hieß es gestern in Sinsheim. Erfahrung im Sammeln und Recyceln hat die Schwarz Gruppe schon seit dem Jahr 2009.

Damals gründeten die Neckarsulmer ein eigenständiges Unternehmen, das seitdem die Wertstoffe der beiden Handelssparten Lidl und Kaufland einsammelt und wiederverwertet. Auf der Digitalplattform PreZero.com können sich Kunden online Angebote zur Entsorgung erstellen lassen. Dazu arbeite PreZero schon heute mit knapp 200 regionalen Entsorgungsunternehmen zusammen, so die Aussage vor der Presse gestern. Zudem arbeite man am Aufbau eines eigenen Dualen Systems bis 2021. Damit erhielte das Unternehmen die Möglichkeit, bundesweit Verpackungsmaterial zu lizenzieren.

Einen detaillierteren Bericht zur REset Plastic-Startegie der Schwarz Gruppe und des eigenen Entsorgers PreZero gibt es in der VR 2/2019. Bestellen Sie hier Ihr kostenloses Probeheft.

Von Thobias Quaß

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