19. Januar 2019 | Wirtschaft

300-Mio.-Euro-Investition in Pharmaverpackungen

Der Bedarf nach sicher verpackten Arzneien sowie die Regulationen (lesen Sie hier alles zu den neuen Fälschungsschutzrichtlinien) nehmen weltweit zu. Der Mainzer Technologiekonzern Schott investiert in den kommenden drei Jahren rund 300 Mio. Euro in den Ausbau seines Kerngeschäfts mit Rohrglas als Ausgangsmaterial für Pharmaverpackungen sowie mit Pharmaverpackungen aus Glas und Polymer. Insbesondere in Europa und Asien sollen die Fertigungskapazitäten deutlich erhöht werden, so das Unternehmen.

Diverse regulatorische Initiativen in China zielen darauf ab, Medikamente sicherer zu verpacken und Patienten besser zu schützen. Dieser Entwicklung will das Unternehmen mit seinem Fiolax Pharmarohrglas begegnen. Dazu entsteht nun ein neues Werk in Jinyun in der chinesischen Provinz Zhejiang, das 2020 die Produktion aufnehmen soll. Die Investitionen für dieses Werk belaufen sich dem Hersteller zufolge auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

Die Ausbaupläne in Europa

Ebenfalls für Anfang 2020 ist der Bau einer neuen Schmelzwanne im Pharmaglas-Werk in Jambusar im indischen Bundesstaat Gujarat vorgesehen. Das Investitionsvolumen für die neue Halle, Energieversorgung und Lager liegt bei mehr als 20 Mio. Euro.

Als ein weiteres Wachstumsfeld gelten vorfüllbare Polymerspritzen. Daher sollen auch die Produktionskapazität an den Standorten St. Gallen, Schweiz, mit neuen Produktionslinien und Müllheim, Baden-Württemberg, mit einer neuen Fertigung erweitert werden. Für letztere will das Unternehmen einen Betrag in dreistelliger Millionenhöhe investieren.

Schott investiert 300 Mio. Euro in Pharmaverpackungen
Das Unternehmen baut seine Fertigung für Pharmaverpackungen ab 2020 aus
Quelle: Schott
Polymerspritzen
Die Polymerspritzen des Herstellers verfügen über Barriereeigenschaften
Quelle: Schott

Redigiert von Thobias Quaß

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