04. April 2019 | Recycling

Klare Kriterien für Recyclingmaterial müssen her

IK Kunststoffrezyklat
Qualitätskriterien würden den Rezyklateinsatz stärken
Quelle: IK

Die Initiative Gelbe Tonne (geTon) und das Bundesumweltministerium (BMU) sind sich einig: die Recyclingwirtschaft hat mehr Potenzial für Klimaschutz. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist unverzichtbar im Kampf gegen den Klimawandel. Beispielsweise müsste das vorhandene Recyclingsystem den Verbraucherinnen und Verbrauchern besser erklärt werden (VR berichtete über die Hilfen von aldi und Edeka) , um vor allem gebrauchte Kunststoffverpackungen richtig zu sortieren, recyceln und damit länger im Kreislauf halten zu können.

Rezyklate kategorisieren

Für das Einbringen von Kunststoffen in die Kreislaufwirtschaft müssen die Verpackungsabfälle nach der Sortierung zu Rezyklat aufbereitet werden, damit daraus neue Produkte oder Verpackungen hergestellt werden können. Die Initiative geTon forderte dafür die Einführung von Industriestandards, um Rechtssicherheit für die kunststoffverarbeitenden Unternehmen zu schaffen.

So müsse es künftig drei Kategorien für die Verwendung von Rezyklat geben: 1. Lebensmittel, 2. Kosmetika, 3. Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel. Darüber hinaus soll der Einsatz durch Mindestquoten gefördert werden, da zurzeit die Produktion von Frischware aus Rohöl noch etwa 20 % günstiger sei. Gemeinsam mit dem BMU wurde vereinbart, diese Forderung in der Rezyklat-Initiative aus dem 5-Punkte-Plan (VR berichtete) zu erörtern.

Die Themenseite zum neuen Verpackungsgesetz gibt es hier: Themenseite VerpackG.

Redigiert von Thobias Quaß

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