30. Oktober 2018 | Packstoffe + Packmittel

Stärkung des legalen Arzneimittelhandels

Die deutschen Zoll- und Polizeibehörden haben Mitte Oktober 2018 im Rahmen der von Interpol initiierten internationalen Operation Pangea zum 11. Mal zusammen mit internationalen Partnern den Fokus auf den Handel mit gefälschten und illegalen Arzneimitteln im Internet gerichtet. In diesem rahmen hätten die deutschen Zollbehörden 1209 ausländische Brief- und Paketsendungen mit rund 99.989 Tabletten, Kapseln und Ampullen aus dem Verkehr gezogen. Außerdem wurden im Zeitraum von Januar bis August 2018 unter anderem 132 Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber von 136 Internetseiten aufgenommen.

Arzneimittelverpackungen zum 9. Februar 2019

Die illegal über das Internet bezognenen Arzneien, die entweder keinen Wirkstoff oder aber gefährliche Inhaltsstoffe beinhalteten, umfassten Nahrungsergänzungsmittel, Beruhigungs- und Schmerzmittel, vor allem aber Potenzmittel. Damit die Patienten keine Risiken für ihre Gesundheit eingehen, tritt am 9. Februar 2019 die neue, europaweite Fälschungsrichtlinie für verschreibungspflichtige Arzneimittelverpackugnen in Kraft.

Dann dürfen nur noch Arzneimittel in Umlauf gebracht werden, deren Verpackung eine individuelle Seriennummer aufweisen und deren Unversehrtheit erkennbar ist, die sog. Serialisierung. Diese können von den ausgebenden Apotheken und Patienten direkt geprüft werden, um den legalen Vertriebsweg von Arzneien sicherzustellen.

(Die Serialisierung ist immer wieder Thema in der VR, unter diesem Link finden Sie nützliche Artikel, Vorschriften, Begriffe und alle Nachrichten der VR zum Thema Serialisierung)

Redigiert von Thobias Quaß

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