26. September 2014 | Wirtschaft

Zwischen analog und digital - 50 Jahre Südpack

Als Alfred Remmele 1964 sein Unternehmen im oberschwäbischen Ochsenhausen gründete, hatte er analog, so kann man vermuten, die Lücke zwischen seinem Lebensmittelwissen und den damaligen Verpackungsleistungen zu schließen. Das hat er mit seiner Familie in höchster Bravour geleistet und kann mit Südpack in diesen Tagen sein 50. Jubiläum feiern. Heute mit 1000 Gästen und Mitarbeitern, gestern mit 350 Gästen bei der Firmenführung und dem anschließenden "Future Summit", wie die geschäftsführenden Gesellschafter Carolin Grimbacher und Johannes Remmele der VR gegenüber berichteten.

Die Familie betonte die Stärke ihres Teams, ihre Innovationskraft und ihre Partner, Kunden und Zulieferer, letztere auch aus dem Verpackungsdruck, die dem Unternehmen zu seiner Geltung auf vielen internationalen Märkten verholfen haben: Rund um coextrudierte Weich-  und Hartfolie, flexible Kunststoffverbunde, Vakuumbeutel für Lebensmittel. Und über die Tochter Südpack Medica auch in der Medizinbranche. Senior-Chef Alfred Remmele hatte mit der Rindfleischreifung in Kunststofffolien unter Sauerstoffabschluss seine ersten Meriten erworben und messerscharf erkannt, dass der SB-Markt nicht aufzuhalten ist. Mit speziellen Verpackungen dazu! "Wir haben damit den Weg frei gemacht für frische Lebensmittel!", so A. Remmele gestern in Ochsenhausen.

Die nächste Generation muss heute auch andere Probleme lösen, wie J. Remmele einwarf: U. a. "ein deutsches Unternehmen mit deutschen Kostenstrukturen wettbewerbsfähig machen, in einem internationalen Wettbewerb!" Dabei die Investitionen "nur auf Zigarrenlängenabstand" immer im Blick zu haben, so J. Remmele weiter.  Trotzdem und gerade durch die richtigen Investitionen: Innovationen und Erfahrungen, wie das gesamte Podium immer wieder erklärte, auf vielen Feldern, von der neuen Foliengeneration Veraplex bis hin zu den angenommenen Herausforderungen des nachhaltigen Wirtschaftens. Erfolgreich in einer Gruppe mit 1000 Mitarbeitern und zuletzt ca. 330 Mio. Euro Umsatz.

Trendverpackung: Zukunft spricht für Südpack

Einer der Direktoren des "Think Tanks 2b Ahead", Sven Gábor Jánszky, konnte in seinen Trends bis 2025 ("oder schneller") viele Stöckchen finden, über die Südpack sicher zu gehen bereit ist:

  • Lebensmittelverpackungen werden in Richtung Pharma-/Medizinverpackung gehen!
  • Verpackungen werden die Schnittstelle zwischen analog und digital sein! Der Touch-und-wisch-Finger geht auf Ampelflächen einer smarten Verpackungsfolie, die Flächen leuchten unterschiedlich, der dem Handel total gläseren Konsument kauft früher oder später nur die grünen Ampeln.
  • Und die Verpackungen werden bis auf Eigennamen vollkommen unbeschrieben sein, weil alle Daten, Zusatzstoffe, Werbebotschaften usw. dem Kunden aus dem Internet bestens bekannt sind.
  • Die Kommunikation auf wenigen Medien fließt dort konzentriert für jeden User zusammen, der Handel erkennt ihn/sie schon beim Betreten des Ladens.
  • Und noch eins, so Jánszky in seinem Vortrag: Steuern Sie keinen dicken Tanker! Machen Sie Ihr Mutterschiff kleiner und starten Sie dafür mehrere schnellere Schiffchen, die Sie umkreisen und eigene Geschäfte machen. Lassen Sie sich besser von Ihren eigenen Schiffen angreifen (sprich, mit besseren Geschäftsmodellen, besseren Innovationen), als wenn es Ihre großen Wettbewerber tun!

Da bliebe zum Schluss noch ein Lob von neutraler Stelle für alle Südpacker von Studenten der Uni Friedrichshafen, die man sponsert: "Das ist eine coole Firma!"

Hier lesen Sie mehr über Südpack Medica

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Von Norbert Sauermann

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