18. Juli 2019 | Recycling

Spatenstich für neue Getränkekarton-Recyclinganlage

Hersteller von Getränkekartons bauen Recyclinganlage
v.l.n.r. Johannes Wissing, Wipa; Herbert Verbrüggen, CDU Hürth; Dirk Breuer, Bürgermeister Stadt Hürth; Clemens Mittelviefhaus, INCORIS; Stephen Naumann, Elopak; Michael Brandl, Palurec; Stephan Karl, Tetra Pak; Jan Hörmann KDVW; Kurt Müller, HS Hallensysteme; Robert Kummer, SIG Combibloc; Dr. Georg Kippels, Bundestagsabgeordneter
Quelle: Palurec

Das Recycling von Getränkekartons ist kompliziert. Schichten aus Pappe, Aluminium und Kunststoff müssen voneinander getrennt und verwertet werden. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat die Palurec GmbH den Bau einer Verwertungsanlage zur Rückgewinnung von Kunststoffen und Aluminium aus Getränkekartons begonnen. Ab Mitte 2020 sollen auf dem Gelände des Chemieparks Köln-Knapsack marktfähige Sekundärrohstoffe erzeugt werden, die sich für viele Anwendungen eignen. Damit wird der Rohstoff-Kreislauf für alle Materialien des Getränkekartons geschlossen. Rund 8 Mio. Euro werden die Hersteller Elopak, SIG Combibloc und Tetra Pak in die Anlage investieren. Die jährliche Aufbereitungskapazität liege bei rund 18.000 Tonnen.

Bisher drei Anlagen in Deutschland

Aktuell gibt es in Deutschland 3 Papierfabriken, die Getränkekartons aus dem Dualen System verarbeiten (in der Nähe von Rosenheim, nahe Düren und in Nortrup). Um die jährlich anfallenden Mengen (135.000 t in 2018) zu verarbeiten stünden genügend Kapazitäten zur Verfügung, so der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN) mit Sitz in Berlin. Das Ausgangsmaterial der neuen Anlage stamme aus eben diesen Papierfabriken. Es bestehe überwiegend aus einem Foliengemisch aus Polyethylen (PE) und Aluminium sowie den HDPE-Kunststoffverschlüssen.

Redigiert von Thobias Quaß

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