16. Mai 2019 | Recycling

Recycelbare schwarze Kunststoffverpackungen

Die Umstellung mehrerer Produkte auf den alternativen schwarzen Farbstoff soll bis Ende des Jahres erfolgen
Die Umstellung mehrerer Produkte auf den alternativen schwarzen Farbstoff soll bis Ende des Jahres erfolgen
Quelle: Henkel

Schwarzer Kunststoff ist in der aktuellen Diskussion um mehr Recycling und nachhaltige Verpackungslösungen immer wieder ein Knackpunkt. Nun habe Henkel zusammen mit seinem Lieferanten Ampacet, einem globalen Masterbatch-Produzenten, eine innovative Lösung für schwarze Kunststoffverpackungen gefunden. Diese sollen vollständiges Recycling ermöglichen. Das neue Verpackungsmaterial setze auf einen alternativen schwarzen Farbstoff, damit schwarze Kunststoffflaschen dem Kreislauf zugeführt werden könnten. Im Mai 2019 soll noch mit schwarzen Flaschen der WC-Reiniger-Marke Bref eingeführt werden.

„Derzeit arbeiten wir in allen drei Unternehmensbereichen von Henkel an konkreten Entwicklungsprojekten. Das unterstreicht unser Engagement für nachhaltige Verpackungen und für eine geschlossene Wertschöpfungskette“, unterstreicht Vineet Varman, Leiter der internationalen Verpackungsentwicklung für Spezialwaschmittel im Henkel-Unternehmensbereich Laundry & Home Care.

Die Problemlösung

Recycling-Anlagen arbeiten mit der Nahinfrarot-Technologie (NIR), um die zu recycelnden Verpackungen zu identifizieren. Die optischen Sensoren nutzen die Reflexion von Licht, um das Material zu erfassen und entsprechend zu sortieren. Aufgrund ihres Farbstoffs können schwarze Kunststoffe jedoch nicht richtig identifiziert und sortiert werden.

Bei Testläufen unter, laut eigenen Angaben realen Bedingungen, habe sich das neue Material – rußfreies REC-NIR-Black-Masterbatch – bewährt. Das Bewertungs-Institut Cyclos-http habe bestätigt, dass die Flaschen mit der rußfreien schwarzen Farbe vollständig erkennbar und sortierbar seien. Der nächste Schritt sei die Integration von Rezyklaten in diese Verpackungen.

Die Ziele bis 2025

Bis 2025 sollen 100 % der Verpackungen des Unternehmens recycelbar, wiederverwendbar oder kompostierbar sein. Außerdem soll der Rezyklat-Anteil in Verpackungen von Konsumgüterprodukten in Europa bis 2025 auf 35 % erhöht werden. Dazu sei man u.a. Mitglied der New Plastics Economy (NPEC), Gründungsmitglied der Alliance to End Plastic Waste (AEPW) und arbeite mit dem Sozialunternehmen Plastic Bank zusammen.

Redigiert von Thobias Quaß

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