13. Februar 2019 | Recycling

Premiere für „Made for Recycling“-Siegel

Premiere für ?Made for Recycling?-Siegel
„Made for Recycling“-Siegel wird offiziell verliehen: Johannes Mauss, Bio-Zentrale, Julian Thielen, Interseroh, Till Isensee, Tilisco
Quelle: Doris Bünnagel

Die Bio-Zentrale Naturprodukte darf als erster Hersteller von Bio-Lebensmitteln seine Produkte mit dem neuen Interseroh-Siegel auszeichnen. Im Rahmen der BioFach 2019, die noch bis zum 16. Februar in Nürnberg stattfindet, wurde das „Made for Recycling“-Siegel gestern offiziell überreicht.

„Die Umstellung der Packmittel innerhalb so kurzer Zeit war eine große Herausforderung, unterstützt jedoch unsere Strategie „Kraft der Natur“. Die Verpackung unserer Lebensmittel soll nicht nur so natürlich wie möglich sein, sondern auch so wenig wie möglich die Umwelt belasten. Das Siegel ist nun sozusagen der Ritterschlag für unsere Bemühungen“, sagt Geschäftsführer Johannes Maus.

Umverpackung aus Graskarton

In den vergangenen Monaten hatte das Unternehmen seine Produktverpackungen überarbeitet, um sie optimal recyclingfähig zu gestalten. „Wir setzen jetzt so wenig Verpackungsmaterial wie nötig ein und verzichten möglichst völlig auf die Kombination verschiedener Materialien. Auch die Transportverpackungen kamen auf den Prüfstand: Unsere Umverpackungen bestehen ab sofort zum Großteil aus Graskarton.“ Mehr als 190 Produkte und Verpackungen der Bio-Zentrale wurde geprüft, viele davon konnten von einer Verbundverpackung auf ein Monomaterial umgestellt werden.

„Die Bio-Zentrale hat den Gedanken des sparsamen Umgangs mit den Ressourcen verstanden und gibt sich nur mit dem derzeit erreichbaren Maximum, der sehr guten Recycelfähigkeit zufrieden“, sagt Till Isensee, Geschäftsführer der Beratung für Verpackungsmanagement Tilisco, mit deren Hilfe die Produktverpackungen der Bio-Zentrale optimiert wurden. Die Methodik zur Zertifizierung wurde vom bifa Umweltinstitut erarbeitet und vom Fraunhofer IVV geprüft.

„Das neue Siegel zeigt Verbrauchern auf einen Blick, dass eine Verpackung sehr gut recyclingfähig ist – also im Recyclingkreislauf vom Verbraucher getrennt, dann maschinell sortiert und werkstofflich wiederverwertet werden kann“, sagt Julian Thielen, bei Interseroh zuständig für den Bereich Verpackungsoptimierung „Made for Recycling“. „Die Bio-Zentrale ist das erste Unternehmen, dem wir das Siegel vergeben. Weitere Hersteller haben bereits ihre Absichten bekundet und wollen ebenfalls mit der Methode „Made for Recycling“ ihr Verpackungsportfolio auf den Prüfstand stellen. Wir werden das Siegel produktbezogen vergeben. Denn schon beim Verpackungsdesign ist Recyclingfähigkeit neben Produktschutz und Qualitätseindruck das wesentliche Kriterium bei der Auswahl der Materialien.“

Von Doris Bünnagel

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