14. Januar 2019 | Verpackungstechnik

Laserkennzeichnung unter der Lupe

Laserkennzeichnung bei PET-Flaschen
PET-Flaschen Kennzeichnung durch CO2 Laser mit unterschiedlichen Wellenlängen
Quelle: Rea Jet

Bei der industriellen Beschriftung von Produkten und Verpackungen hat sich neben der Kennzeichnung mit Tinte auch die Markierung per Laser etabliert. Während Tinte die Oberfläche kaum beeinflusst, verändert der Laser das beschriftete Material. Damit Hersteller hierzu exakte Informationen erhalten, hat Rea Jet in Technologie zur Analyse der Kennzeichnung investiert und ein White Paper zum Thema verfasst.

Der Laser erzielt unterschiedlichste Effekte wie eine Gravur, den Abtrag einer Deckschicht, Farbveränderungen oder das Aufschäumen der Oberfläche. Ein 3D-Mikroskop liefert ein detailliertes Bild des Höhenprofils sowie eine genaue Analyse des gesamten Kennzeichnungsbereichs und ermittelt so die verbliebene Wandstärke des Produktes.

Untersucht wird beispielsweise, wie sich die Laserkennzeichnung mit  unterschiedlichen Wellenlänge auf die Oberfläche von PET Flaschen auswirkt: Bei Verwendung eines Standard-CO2-Lasers mit 10,6 μm bestünde die Gefahr der Materialschwächung bis hin zur Perforation. Bei Verwendung eines CO2 Lasers mit einer Wellenlänge von 9,3 μm hingegen entstehe keine Gravur, sondern das Material werde aufgeschäumt, was die Stabilität der Flaschen sogar verbessern könne. Mit dem 3D-Mikroskop kann das Mühltaler Unternehmen bestimmen, wie tief der Laserstrahl in das Material eindringt und sicherstellen, dass die Deckschicht nur bis zu einer definierten Stärke abgetragen wird und ihre Schutzfunktion nicht beeinträchtigt wird.

Redigiert von Norbert Sauermann

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