08. November 2018 | Recycling

BKV: Plädoyer für Kunststoff

(v.l.n.r.): Matthias Stechhan, Ralf Brinkmann, MdL Franz Untersteller, Dr. Michael Scriba, Dr. Rainer Rettig, Rainer Mantel
(v.l.n.r.): Matthias Stechhan, Ralf Brinkmann, MdL Franz Untersteller, Dr. Michael Scriba, Dr. Rainer Rettig, Rainer Mantel
Quelle: BKV
Die rund 70 Teilnehmer beim BKV Symposium Mitte Oktober 2018 in Berlin diskutierten zum Stand der Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen. BKV-Geschäftsführer Rainer Mantel betonte hinsichtlich des jüngsten Stoffstrombilds (VR berichtete): Kunststoffe würden als Recyclate mit einem Anteil von 12,3 % an der Kunststoffverarbeitungsmenge in den Wirtschaftskreislauf eingebracht und über 30 % der Kunststoffabfälle würden wieder in hochwertige Recyclate überführt.

Demgegenüber mahnte der Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, Franz Untersteller, mehr Ökodesign bei der Produktgestaltung an. Was nützten hohe Kunststoffverwertungsquoten, wenn die Qualität nicht stimme und die Recyclate keine Märkte fänden. Außerdem dürften Kunststoffe nicht verteufelt werden, betonte der grüne Minister, damit sie nicht mit ökobilanziell schlechteren Materialien ersetzt würden.

Rohstoffliche Verwertung als möglichen Weg
Die Herausforderungen einer zirkulären Wirtschaft spielten in den großen Häusern der Kunststoffindustrie eine bedeutende Rolle, wie der Vorsitzende von Dow Deutschland, Ralf Brinkmann, und Dr. Rainer Rettig, Senior Vice President bei Covestro, herausstellten. Neben weiteren Verbesserungen bei der Ressourceneffizienz und Umweltverträglichkeit bei der Produktion und der besseren Recyclingfähigkeit der Produkte prüften beide Unternehmen auch Möglichkeiten der rohstofflichen Verwertung. Beispielsweise die weitere Verwendung des Rohstoffs CO2 aus der energetischen Verwertung von Kunststoffen, etwa für Polyole, die für Matratzen verwendet werden.

Redigiert von Thobias Quaß

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