Das Jubiläumsheft

70 Jahre und nicht leise!
Das Titelbild „erwächst“ aus Ihrem Smartphone.
Quelle: VR

VR Titelstory 07/2019 - Gold für die „70“

Ein Hoch auf das, was war, und das, was kommt. So könnte man das Motto des Jubiläumstitelbildes dieses Hefts umschreiben. In dem „goldigen“ Design stecken sehr viel Tradition und Modernes. Vieles haben Sie ... mehr

Nachgefragt: Welches ist Ihr innovativstes Produkt?

Jürgen Pflieger

Jürgen Pflieger, Leiter Marketing, Domino Deutschland GmbH

Als derzeit innovativstes Produkt ist unsere neueste Generation an Continuous-Inkjet-Druckern,  die Ax-Serie inklusive der Domino Cloud, zu nennen, da sie die Drucker mit dem Domino Support-Netzwerk verbindet. So werden Kunden frühzeitig über eventuelle Probleme informiert, erhalten Daten für die Berechnung der Gesamtanlageneffektivität (OEE), können die Druckerleistung standortübergreifend vergleichen und erkennen im Voraus, wenn Verbrauchsmaterialien knapp werden.

Die Systeme müssen immer intelligenter werden und über die notwendigen Features und Schnittstellen verfügen, um mit der Digitalisierung mithalten zu können. Zudem sollten sie idealerweise noch nachhaltig sein und der Umwelt Rechnung tragen - eine nicht leichte Symbiose.

Patrick Bonetsmüller

Patrick Bonetsmüller, Geschäftsführer Somic

„Aktuell bieten wir eine universell einsetzbare Verpackungsmaschine für einteilige Kartons bei guten Leistungen an. Diese Verpackungsmaschine heißt ReadyPack und bietet neben bewährter Qualität schnelle Lieferzeiten sowie einen kurzen RoI.
Vielfältige Verpackungsaufgaben erfordern mehr Flexibilität bei gleichzeitiger Anwender- und Bedienerfreundlichkeit. Dies gilt für Formatwechsel, aber auch für das Informationswesen. Bereits heute bietet Somic hierfür durchgängig Fernwartung und auch Online-Dokumentationen an."
Dr. Thomas Cord

Dr. Thomas Cord, Geschäftsführer LoeschPack

„Die Falteinschlagmaschine RCB-HS zur hermetisch dicht gesiegelten Verpackung von Schokoladenriegeln und –tafeln. Sie vereint absoluten High-Speed mit Premium-Optik aus dem Bereich des konventionellen Falteinschlags mit optimalem Produktschutz.

Wir setzen, wie auch in den vergangenen 100 Jahren unserer Firmengeschichte, auf Premium-Verpackungsmaschinen für die Süßwarenbranche. Um den weiter steigenden Anforderungen an die Umweltverträglichkeit der eingesetzten Verpackungsmaterialien gerecht zu werden, werden wir in Zukunft mit unseren Kunden viel enger bei der Entwicklung von nachhaltigen Verpackungen zusammenarbeiten."

Ralf Schubert

Ralf Schubert, Geschäftsführender Gesellschafter, Gerhard Schubert GmbH

„Aktuell stellen wir mit unseren TLM-Verpackungsmaschinen nur ein Produkt her. TLM-Maschinen werden aus TLM-Baugruppen und Werkzeugen zu Serienmaschinen oder zu individuellen Sondermaschinen zusammengestellt. Der seit Jahrzehnten vorhandene Megatrend Flexibilität hält ungebrochen an. Die Losgrößen werden immer kleiner, die TLM-Baugruppen und ihre Werkzeuge müssen immer flexibler, die Umstellzeiten weiter reduziert und Lieferzeiten verkürzt werden. Mit einem digitalen Zwilling können wir und unsere Kunden zukünftig eine Maschine in wenigen Minuten konfigurieren, programmieren und mit den Produkten und der Verpackung simulieren. Unser neuestes, sich in der Entwicklung befindendes Produkt, besteht aus einem Baukasten mit kollaborativen Robotern (Cobots) und Peripherie, die unsere Kunden zukünftig aus einem Webshop beziehen können, um sie dann ohne unseren Support mit Methoden der künstlichen Intelligenz schnell und einfach in Betrieb zu nehmen."
Markus Ströbl

Markus Ströbel, Geschäftsführender Gesellschafter Bausch+Ströbel

„Hochleistungsanlagen, die 60.000 Spritzen pro Stunde verarbeiten können, sind nach wie vor gefragt am Markt, doch die aktuellen Herausforderungen in der Pharmazie sehen anders aus: Nun geht es darum, hochwertige Medikamente, die nur in kleinen Stückzahlen hergestellt werden und speziell auf kleine Patientengruppen zugeschnitten sind (z. B. Biopharmazeutika), ebenfalls so zu produzieren, dass sie, wie die in hohen Stückzahlen hergestellten Medikamente, für möglichst viele Menschen erschwinglich verfügbar sind. Auch hier zählt neben der Sicherheit eine hohe Ausbringung – doch gilt dies in diesem Fall nicht mehr auf die Stückzahl bezogen, sondern auf die Zahl der nacheinander verarbeiteten Chargen. Gefragt sind hier hochflexible Anlagen, die sich schnell an wechselnde Bedürfnisse der pharmazeutischen Hersteller anpassen lassen. Bausch+Ströbel hat hierfür verschiedenste Systemlösungen entwickelt. Eine davon ist VarioSys: Ein standardisierter Isolator kann mit unterschiedlichen Maschinenmodulen bestückt  und so für verschiedenste Abfüll- und Verarbeitungsprozesse eingesetzt werden. Das System ist zudem jederzeit erweiterbar: Von der  Laboranlage mit manuellen Handling-Schritten bis hin zu einer vollautomatischen Produktionslinie.“
Hans Bühler

Hans Bühler, Geschäftsführender Gesellschafter Optima packaging

„70 Jahre VR – eine tolle Leistung! Dazu gratulieren wir herzlich. Die Verpackungsmaschinenbranche ist von ständigem Fortschritt geprägt. Im Zeitalter von Industrie 4.0 setzt sich dieser unermüdlich fort. Schneller denn je. Immer gefragter werden daher unsere digitalen Services. Dazu zählt unter anderem die Linienmanagement-Software Opal, die sowohl zur Optimierung der Produktion als auch zur Vernetzung von ganzen Produktionslinien eingesetzt werden kann. Auch Modularität und Flexibilität spielen eine immer größere Rolle. Marktanforderungen ändern sich in kürzester Zeit. Eine kurze Time-to-Market ist entscheidend. Deshalb arbeiten unsere Experten Tag für Tag an Verpackungslösungen, die unsere Kunden noch flexibler machen!"
Marcel Gehrlein

Marcel Gehrlein, Managing Director Rommelag iLabs

 „Neben technischen Innovationen an unseren Pharmaabfüllanlagen arbeiten wir seit einiger Zeit verstärkt an digitalen Produkten und Diensten rund um das Thema Pharma 4.0. Hier haben wir mit der Rommelag Pharma Plattform eine neue, zentrale Stelle für die Datenerfassung und -verwaltung geschaffen, die in zukünftigen Rommelag-Maschinen zum Einsatz kommt. Hierbei kann durch den Einsatz von Daten-Dioden der vernetzte Betrieb sichergestellt werden, während die − semantisch aufbereiteten − verdichteten Daten parallel in weniger − gesicherten − sensiblen Netzsegmenten z.B. für Effizienzoptimierungen genutzt werden können.

Unsere Produkte werden durch die intelligente Verknüpfung von Daten zusätzlichen Nutzen für unsere Kunden bieten, wir bleiben Maschinenbauer, aber: Rommelag goes digital!"

Markus Buchholz

Markus Buchholz, Director Packaging Technology, Harro Höfliger

„Durch immer kleinere Losgrößen in der pharmazeutischen Industrie werden die Zeiten für die Umrüstung und deren Dokumentation teilweise deutlich länger als der Verpackungsvorgang selbst. Neben neuen Prozessen bezüglich der Line Clearance erfordert dies auch innovative Maschinenkonzepte. Aktuell entwickeln wir Lösungen, bei denen verschiedene Packmittel bereitgestellt und bei der Verarbeitung auf Grundlage der Rezepturverwaltung ausgewählt werden. Der Fokus liegt dabei auf Prozesssicherheit und integrierten Kontrollsystemen.“
Dr. Stefan König

Dr. Stefan König, Vorsitzender der Geschäftsführung, Robert Bosch Packaging Technology

„Bosch Packaging Technology verfügt über ein breites Portfolio mit vielen Innovationen – da fällt es schwer, sich auf ein innovatives Produkt festzulegen. Im Pharma-Bereich würde ich unseren Kombinationsfüller für Vials und Ampullen hervorheben, im Food-Bereich unsere Verpackungslösungen für alternative Packstoffe, von Papier bis Monomaterial-Kunststoffen.

Ob personalisierte Medizin oder „Farm to Fork“-Konzepte für eine optimierte Nahrungsmittelversorgung: Mit visionären Technologien begegnen wir aktuellen Herausforderungen unserer Kunden im Markt für Pharmazeutika und Nahrungsmittel. Darüber hinaus gehen wir mit innovativen Serviceleistungen und digitalen Lösungen den Weg ins nächste Produktionszeitalter."

Mathias Ponzelar

Mathias Ponzelar , Vice President Sales IWK

„Unser innovativstes Produkt sind derzeit unsere Cobot-Anwendungen, die wir zur Automatisierung im Verpackungsprozess einsetzen. Insbesondere verwenden wir Cobots, um Tuben & Faltschachteln ohne Bedienereingriff unseren Verpackungsmaschinen vollautomatisch zuzuführen. Diese Anwendungen haben den Verpackungsbereich revolutioniert und wir sind besonders stolz, für diese innovative Lösung den deutschen Verpackungspreis erhalten zu haben.
Als Marktführer passen wir uns ständig an die Kunden- und Marktbedürfnisse an. Aus diesem Grunde entwickelt sich unsere Produktpalette ständig weiter. Bei uns stehen derzeit zwei Themen im Fokus: Dies sind zum einen die Automatisierung und zum anderen die Nachhaltigkeit. Bei unseren Entwicklungen, die jährlich ungefähr 7% unseres Neumaschinenumsatzes entsprechen, spiegeln wir neben den Kundenwünschen immer an diesen beiden Kernthemen."
Claus Bolza-Schünemann

Claus Bolza-Schünemann, Vorstandsvorsitzender Koenig & Bauer

„Koenig & Bauer ist ein Full-Service-Lösungsanbieter im Verpackungsgeschäft. Im stetigen Wandel optimieren wir unser Portfolio gezielt und bieten in vielen Bereichen komplette Produktionslinien an. Datenbasierte Services verkürzen schon heute Reaktionszeiten im globalen Umfeld. Auf dem Weg in die Industrie 4.0 unterstützen wir unsere Kunden mit Kyana, der künstlichen Intelligenz von Koenig & Bauer. Als virtueller Mitarbeiter sammelt und verarbeitet Kyana produktionsrelevante Informationen und reagiert eigenständig auf Gelerntes.“
Robert Hueber

Robert Hueber, Geschäftsbereichsleiter Packaging, Herrmann Ultraschall

„Innovativ ist unser neuester Ultraschall-Generator Ultrapack, der die Vibrationen zum Verschließen von Packstoffen erzeugt. Die feinen Regelmechanismen können auf unterschiedliche Packstoffarten eingehen, fehlerhafte Zustände beim Verschließen erkennen und jede einzelne Siegelnaht anhand von Messwerten überwachen.

Wir werden unser „Smart Sealing“-Portfolio mit neuen Generatorfunktionen weiter ausbauen, um den steigenden Anforderungen im Markt – insbesondere durch neue Packstoffe sowie Monomaterialien – noch besser gerecht zu werden.“

Andrea Falco

Andrea Falco, Head of Sales UK, France, Spain & Italy, Environmental Technology bei HSM

"Eines unserer aktuellen Produkthighlights für die Verpackungsindustrie ist die horizontale Ballenpresse HSM HL 7009 MGB. Sie ist speziell für die einfache Entleerung von mit Kartonagen oder Folien gefüllten Müllgroßbehältern konzipiert. Die Befüllung der Ballenpresse erfolgt durch eine integrierte hydraulische Hub-Kipp-Vorrichtung.

Vom Umweltgedanken getrieben entwickelte HSM als erster Hersteller einen frequenzgeregelten Antrieb für Großpressen. Mit dieser innovativen Antriebstechnologie werden beispielsweise bis zu 40 Prozent Energie eingespart. Wir werden auch in Zukunft unseren Fokus auf eine umweltgerechte Produktion und energiesparende Produkte legen."

Norman Gierow

Norman Gierow, Head of Global Marketing bei SIG

„Eine unserer innovativsten Verpackungslösungen ist unser SIGNATURE PACK. Dabei handelt es sich um die weltweit erste aseptische Kartonpackung, die zu 100% in Verbindung zu pflanzenbasierten nachwachsenden Rohstoffen steht – eine Lösung, die den Anforderungen der Industrie entspricht und gleichermaßen die Erwartungen der Verbraucher erfüllt. SIGNATURE PACK baut auf einem aluminiumfreien Kartonverbund auf, der zu 82% aus holzbasiertem Rohkarton besteht. Für den Rest der Packung – die Beschichtung und die Verschlüsse – werden Polymere verwendet, die über ein zertifiziertes Massenbilanzsystem ebenfalls gänzlich in Verbindung zu nachwachsenden Holzquellen stehen. Auch künftig ist es unser Ziel, innovative und gleichsam nachhaltige Produkt- und Verpackungslösungen anzubieten, mit denen unsere Kunden den sich ständig ändernden Anforderungen ihrer Kernmärkte gerecht werden.“
Alexander Bardutzky

Alexander Bardutzky, Geschäftsführer, cab Produkttechnik

„Unternehmen stellen immer spezifischere Anforderungen an die Kennzeichnung. Automatisierte Prozesse, die Maschinenvernetzung untereinander und mit dem Bedienpersonal treiben die Nachfrage an. Auch sind fortlaufend die Regularien der Gesetzgeber zu erfüllen. Wir übertragen diese Anforderungen auf die Spezifikationen unserer Geräte und Peripherie. Beispielsweise befähigen die neuen Module zur Erweiterung des hochintegrierbaren Servoetikettierers IXOR zum Einsatz im Beilauf oder Rundlauf, bei der Schlauchbeutelverpackung und Tamper Evidence. In der Zukunft werden mehr und mehr branchenindividuelle Lösungen das umfangreiche cab Sortiment ergänzen.“
Andreas Bluhm

Andreas Bluhm, Prokurist Bluhm Systeme

„Wir setzen kontinuierlich auf neue Technologien, die Optimierung aller Produktionsprozesse steht dabei im Vordergrund. Ganz neu sind die Piezo PRO Systeme von Bluhm. Die Idee: mit ihnen professionelle Industrie 4.0 Anforderungen im Bereich der Kennzeichnung zu ermöglichen und die Vernetzbarkeit innerhalb der Produktion optimieren. Dieses Ziel erreichen wir z.B. mit dem robusten und kompakten Drucksystem Markoprint integra PP 108. Mit seinem neuartigem Tinten-Zirkulations-System setzt es hierbei in Qualität und Zuverlässigkeit die höchsten Maßstäbe. In der direkten Kennzeichnung erreicht es Druckgeschwindigkeiten von 150 m/min, bei 360 dpi.“
Jens Kallfass

Jens Kallfass, CEO Kallfass Verpackungsmaschinen

"Unsere Unitex 800 verpackt Waren vollautomatisch in transparente oder blickdichte Folien und ist derzeit die innovativste Lösung für die Inbound- und Outbound-Logistik. Eine hohe Verfügbarkeit und eine optimierte Cost of Ownership zeichnen unsere breite Palette an Folienverpackungsmaschinen aus, welche ständig erweitert wird. Weiteres Potenzial sehen wir im Internet of Things (IoT) durch die Anwendung Predictive Maintenance, die die Maschinenverfügbarkeit weiter steigert."
Martin Osterfeld

Dr. Martin Osterfeld, Senior Vice President Packaging, Food & Beverage, Balluff

"Sensoren sind seit über 60 Jahren die Domäne von Balluff und bilden die Grundlage für das IIoT. Neben unserer Hardware spielt verstärkt die Kombination mit Software eine zukunftsweisende Rolle. So bieten wir ganzheitliche Systeme zur intelligenten Anlagensteuerung. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir Lösungen, die durch Predictive und Preventive Maintenance Stillstände verhindern und Produktivität maximieren. Dadurch unterstützen wir sie auf ihrem Weg zur Smart Factory – heute, morgen und übermorgen."
Rayk Mende

Rayk Mende, Geschäftsführer Corporate Responsibility & Quality Assurance bei ALDI Nord

"Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren daran, Verpackungsmaterial zu reduzieren oder nachhaltiger zu gestalten. Ein besonderer Fokus liegt dabei im Obst- und Gemüsebereich: So testen z.B. nach der flächendeckenden Einführung der Banderole bei unseren Bio-Fairtrade-Bananen aktuell den Einsatz von Banderolen bei Zucchini und Bio-Gurken sowie bei Porree. Zudem setzen wir alternative Materialien und Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen ein, wie z.B. Grasfaserschalen für Tomaten."
Leopold

Dr. Thorsten Leopold, Leiter der internationalen Verpackungsentwicklung Home Care bei Henkel

"Unsere derzeit nachhaltigste Verpackungslösung ist die ProNature Produktrange unserer Marken Pril, Sidolin und Biff: Alle Flaschenkörper werden aus 100% recyceltem Plastik – davon 25% Social Plastic – hergestellt und sind bereits voll recyclingfähig und gewichtsoptimiert. Bei Social Plastic handelt es sich um Plastik, das im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit Plastic Bank gesammelt wurde, bevor es in das Meer oder Flüsse gelangt. Unser Ziel für die Zukunft? Bis spätestens 2025 sollen alle unsere Konsumgüterverpackungen weltweit recyclingfähig, wiederverwendbar oder kompostierbar sein! Dabei helfen wir auch anderen Unternehmen und haben ein durch Fraunhofer UMSICHT geprüftes Design-for-Recycling Tool zur Bewertung von Plastikverpackungen entwickelt, das wir kostenlos zur Verfügung stellen."
Rachut

Gunda Rachut, Vorstand Zentrale Stelle Verpackungsregister

"Alle Trends, die das VerpackG gesetzt hat, gehen in die richtige Richtung. Recyclinggerechtes Design von Verpackungen ist nicht mehr zu stoppen und hat durch die Orientierungshilfe der ZSVR klare Konturen bekommen. Der Recyclateinsatz wird forciert. Hier ist es wichtig, dass die Diskussion sich fokussiert auf die Bereiche, die noch nicht von alleine funktionieren. Das Recycling von PET ist ein Selbstläufer, aber es gibt Bereiche, da sind insbesondere verbindliche Standards notwendig, um den Wiedereinsatz zu fördern. Das VerpackG konnte erst nach jahrelanger Diskussion überhaupt umgesetzt werden. Somit waren die gesetzten Themen überfällig und die Umsetzung hat direkt mit der Verabschiedung begonnen. Das hat uns gefordert, weil wir früher liefern mussten, z. B. die Orientierungshilfe zur Bemessung des recyclinggerechten Designs schon im Jahr 2018. Aber das war vom Gesetzgeber gewollt: eine nachhaltige Änderung des Verpackungsmarktes und das möglichst schnell."
Dr. Matthias Hauser

Dr. Matthias Hauser, Associate Director Scientific Relations Johnson & Johnson

"Wir bei Johnson & Johnson arbeiten stetig daran, unsere Verpackungen nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. So haben wir 2018 das New Plastics Economy Global Commitment der Ellen MacArthur Foundation unterzeichnet. Damit haben wir uns dem Ziel verpflichtet, unsere Verpackungen bis 2025 zu 100 Prozent wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar zu gestalten.

Die Vepackungen von o.b.®Tampons bestehen beispielsweise zu mehr als 70% aus Recyclingpapier, der Rest stammt aus durch das Forest Stewardship Council(FSC) zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft. Zudem prüfen wir aktuell den Einsatz von Recyclat für verschiedene Kosmetikmarken."

Maria Schäfer

Maria Schäfer, Funktionsbereichsleiterin Nachhaltigkeit Ware Non Food und Food der REWE Group

"Je nach Anforderung des Produktes: Keine Verpackung (z.B. Natural Branding), Mehrweglösungen oder der Einsatz von Sekundärrohstoffen wie Recyclat mit Wertstoffen des Gelben Sack. Bis heute haben wir über 1.200 Eigenmarken-Verpackungen umweltfreundlicher gestaltet – so sparen wir aktuell über 7.600 Tonnen Plastik pro Jahr. Unser Ziel: 100% umweltfreundlichere Eigenmarkenverpackungen bis Ende 2030. Grundsätzlich möchten wir so wenig Verpackungsmaterial wie möglich einsetzen. Da, wo es nicht ohne Verpackung geht, setzen wir auf Mehrweg- und Recyclingfähigkeit, um die Kreislaufwirtschaft zu stärken."
Christian Detrois

Dr.-Ing. Christian Detrois, Corporate Packaging Manager, Nestlé

„Lebensmittelverpackungen schützen in erster Linie das Produkt, machen es haltbar und tragen so dazu bei, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Das schont unsere Umwelt. Bei Nestlé arbeiten wir daran, den ökologischen Fußabdruck unserer Verpackungen zu verringern. Dafür reduzieren wir das Gewicht unserer Verpackungen. Seit 2015 haben wir bereits 100.000 t an Verpackungsmaterial eingespart. Bis 2020 sollen es global 140.000 t werden. Gleichzeitig machen wir alle unsere Verpackungen weltweit bis 2025 recyclingfähig oder wiederverwendbar und setzen zunehmend auf recyclierte Kunststoffe."
Carsten Dülfer

Carsten Dülfer, CEO beim Entsorgungsdienstleister Suez

„Wer den Recyclingmarkt genau beobachtet, wird schnell feststellen, dass das Thema Verpackungsdesign in Zukunft eine Schlüsselrolle spielen wird. Ein nachhaltiges Verpackungsdesign ist ausschlaggebend für Recyclingerfolge und eine besser funktionierende Kreislaufwirtschaft. Viele Inverkehrbringer denken hier bereits um. Es herrscht jedoch großer Beratungsbedarf, dem wir mit unserer neuen Dienstleistung Suez.circpack entsprechen. Dabei verbessert unser Expertenteam aus den Bereichen Technologie, Marketing, Rohstoffversorgung und Verpackungsdesign in gemeinsamen Projekten mit unseren Kunden die Recyclingfähigkeit der Verpackungen und testiert die Er-
gebnisse.“
Cornelia Fehlner

Cornelia Fehlner, Leiterin der FachPack bei der NürnbergMesse

„Die FachPack ist Innovation pur! Eine echte Zukunftsmacherin der Verpackungsbranche. Hier werden Trends gesetzt. Um Digitalisierung, Design, Automatisierung, Nachhaltigkeit, verändertes Konsumentenverhalten und das Image der Verpackungswirtschaft geht es aktuell. Und die ausstellenden Unternehmen stellen rund 600 Produktinnovationen vor. Dabei verliert die FachPack ihre Kernaufgaben ,Menschen vernetzen', ,Wissen managen' und ,Erlebnisse gestalten' nicht aus dem Blick. Künftig werden wir noch mehr innovative Services und digitale Möglichkeiten für unsere Kunden schaffen, auch über die Messelaufzeit hinaus.“
Uwe Kleinert

Uwe Kleinert, Leiter Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung, Coca-Cola

„Wir möchten alle wesentlichen Umweltauswirkungen all unserer Verpackungen über den gesamten Lebenszyklus verbessern – egal ob Mehrweg oder Einweg, ob Glas, PET oder Metall. Wir verringern den Materialeinsatz und suchen nach alternativen Materialien, zum Beispiel aus nachwachsenden Rohstoffen. 99,9 Prozent unserer Verpackungen sind bepfandet. Wir bieten ein breites Portfolio an Mehrwegflaschen aus Glas oder PET. Unsere Einwegverpackungen kommen über das Pfandsystem zurück und werden recycelt. Schließlich setzen wir bei der Herstellung neuer Einwegverpackungen auch recyceltes Material ein.“
Immo Sander

Immo Sander, Leiter Verpackungsentwicklung, Werner & Mertz

„Das aktuellste Beispiel einer innovativen Lösung ist ein Standbodenbeutel aus 100 % PE, der ohne Kleber, Fremdstoffe oder -polymere auskommt. Damit fügt er sich optimal in den Sortier- und Recyclingprozess ein. Besonders an diesem Konzept sind zusätzlich die beiden abnehmbaren, bedruckten Paneele (Folien), auf denen sich das Dekorationsmuster und die Produktinformationen befinden. Bis 2025 werden nicht nur alle unsere Verpackungen recyclingfähig sein, sondern komplett aus Recyclat bestehen. Plastik im Kreislauf zu halten bedeutet einen wichtigen Schritt zum Schutz unseres Klimas und der Meere.“
Julia Adou

Dr. Julia Adou, Director Corporate Responsibility, Aldi

„Das Thema Verpackungsreduktion steht bei uns ganz oben auf der Agenda. Wo immer möglich, reduzieren wir unser Verpackungsmaterial. Wo wir nicht auf Verpackungen verzichten können, suchen wir nach nachhaltigen Alternativen. Besonders im Obst- und Gemüsebereich schauen wir ganz genau hin. Hier konnten wir in den letzten Monaten mehr als 400 t Plastik  einsparen. So haben wir zum Beispiel unsere Salatgurke, konventionell und bio, ausgepackt. Im Rahmen des Startup Accelerator Programms Techfounders fördern wir innovative Gründer. Gemeinsam suchen wir nach neuen ökologischen Verpackungslösungen.“
Marcus Fraude

Marcus Fraude, Bereichsleiter Qualitätsmanagement Fleischwaren, Kaufland

„Wir haben eine neue nachhaltige Verpackung für Hackfleisch entwickelt. Statt einer Plastikschale werden wir künftig einen Karton verwenden, der mit einer dünnen Plastikfolie ausgekleidet ist. Dadurch sparen wir etwa 125 t Plastik pro Jahr ein. Durch das Trennen von Karton und Folie können die einzelnen Wertstoffe der Verpackung separat recycelt werden. Um die Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen weiter zu erhöhen, arbeiten wir mit Experten an der Entwicklung neuer sowie der Optimierung bestehender Verpackungen. Kaufland ist Teil von REset Plastic, der Plastikstrategie der Schwarz Gruppe.“
Philippe Bonningue

Philippe Bonningue, Global Director of Sustainable Packaging & Development, L'Oréal

„Die L'Oréal-Gruppe hat sich verpflichtet, das ökologische und soziale Profil aller Produkte zu verbessern. Bis Ende 2018 wurde dies bereits bei 79 Prozent der Produkte erreicht. Unsere Strategie zur Optimierung der Verpackungen basiert auf drei Säulen: Zum einen gewährleisten wir die Sicherheit des Verbrauchers und die biologische Vielfalt. So wurde beispielsweise PVC zu 100 Prozent aus unseren Produktverpackungen entfernt. Darüber hinaus reduzieren wir das Gewicht der Verpackung und fördern die Entwicklung nachfüllbarer Systeme. Die dritte Säule ist der Ersatz verschiedener Materialien durch umweltfreundlichere Alternativen. So setzen wir beispielsweise Post-Consumer-Rezyklate (PCR) ein, ermutigen die Verbraucher zum Recycling und verwenden erneuerbare Materialien wie Kunststoffe aus biologischem Anbau.“
Sebastian Bayer

Sebastian Bayer, Geschäftsführer dm-drogerie markt

„Wir möchten so wenig Verpackungsmaterial wie möglich verwenden, deshalb beschäftigen wir uns seit Jahren mit der Optimierung von Verpackungen. Ein weiterer Bestandteil unserer Bemühungen bildet das Rezyklat-Forum. Mit unseren Partnern möchten wir durch Informationen das Bewusstsein unserer Kunden für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft stärken. Zudem streben wir einen höheren Einsatz von Rezyklaten sowie die Erhöhung der Recyclingquote an. Bei einigen Produkten von alverde Naturkosmetik ist es uns vor einigen Jahren gelungen, den Rezyklat-Anteil in der Verpackung auf 100 Prozent zu erhöhen.“
Peter Grassl

Peter Grassl, Director Sales & Marketing, Dividella

„Müll- und Plastikvermeidung sind längst mainstreamtaugliche Zeitgeistthemen geworden: Folgen wir einem Trend oder einer Überzeugung? Ganz klar aus Überzeugung!

Seit den Anfängen setzt Dividella auf Monomateriallösungen aus Karton und das immerhin schon seit über 40 Jahren. ,Nachhaltigkeit' ist bei uns nicht nur ein Modebegriff: Durch den Einsatz von nachhaltigen Verpackungen kann ein Mehrwert für Umwelt, Hersteller und Patienten geschaffen werden; unsere Kartonierer folgen den Marktbedürfnissen für skalierbare Lösungen: Von Kleinstmengen 1 + bis zu Groß-Volumen."

Johannes Bell

Johannes Beil, R&D-Leiter, Linhardt

„Unser derzeit innovativstes Produkt ist die Aluminiumtube. Die traditionelle Alutube ist aktueller denn je; sie passt perfekt in eine nachhaltige Welt. Die Tube selbst ist zu 100 % recycelbar. Und Aluminium an sich ist ein Premiumwerkstoff mit den höchsten Recyclingquoten weltweit. Dazu kommt der hervorragende Schutz des Füllguts. Aluminium ist dicht. Der minimale Rücksaugeffekt verhindert Kontamination. Hinzu kommt die gute Restentleerbarkeit. Alles das ist ein signifikanter Beitrag zur Ressourcenschonung.

Das Innovationspotenzial der Aluminiumtube ist nicht ausgeschöpft, in vielen Bereichen. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, wie die Alutube noch mehr ,Gutes tun kann' – dem Verbraucher einerseits, aber insbesondere dem Füllgut!“

Jörg Pieper

Jörg Pieper, CEO Romaco Group

„Romaco liefert aus einer Hand ,one stop solids solutions’. Diesen ganzheitlichen und anwendungsorientierten Lösungsansatz werden wir auch in Zukunft systematisch weiter ausbauen. Mit unseren Technologien spart der Kunde Zeit und Geld. Für die Verpackung von Tabletten in Push Packs wird zum Beispiel deutlich weniger Folienmaterial benötigt als für herkömmliche Al/Al-Blister. Die innovative Streifenverpackung lässt sich wie ein Blister öffnen und ist in verschiedenen Formen erhältlich.“
Dagmar und Ralf Hütterbräucker

Dagmar und Ralf Hüttebräucker, Geschäftsführer Winterhoff-Picard

 „Wir folgen mit unseren Messern den aktuellen Verpackungstrends, momentan steht die Umstellung auf Folien, die biologisch abbaubar sind oder die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, im Fokus. Wir gehen davon aus, dass sich der Verpackungssektor weiter stark bewegen wird – in Richtung unterschiedlichster Alternativen. Dafür sind wir gerüstet, produzieren Messer, die diesen neuen Anforderungen der Materialien und deren Verarbeitung gewachsen sind.

Unsere Sonderanfertigungen passen sich neuen zu schneidenden Materialien an − und gebrauchten Materialien auch. Denn der Recyclingbereich benötigt ebenfalls Messer. Zu schneidende Materialien werden sich immer schneller verändern. Unsere Herausforderung wird Schnelligkeit und Lieferfähigkeit heißen, gepaart mit innovativer Ausführung der Messer, z.B. besondere Beschichtung, Geometrien. Maximale Wirtschaftlichkeit ist gefordert für Produktionsanlagen, die im 7/24 Modus höchste Standzeiten benötigen."

Dietmar Böhm

Dietmar Böhm, Geschäftsleiter des Entsorgungsdienstleisters PreZero

„Mit PreZero haben wir den Vorteil, die gesamte Wertschöpfungskette, von der Verpackungsherstellung, über den Verkauf bis zum Recycling beeinflussen zu können. Wir wollen Verpackungen einfacher gestalten, um die Recyclingfähigkeit zu erhöhen. Wir müssen den Bürgern nahe bringen, welchen wichtigen Beitrag sie mit Abfalltrennung zum Klimaschutz leisten können. Wir brauchen Anreizsysteme, um einen Markt für Rezyklate zu schaffen. Als Teil von Reset Plastic, die Plastikstrategie der Schwarz Gruppe, tragen wir dazu bei, dass diese Herausforderungen ganzheitlich und global gelöst werden können."
Matthias Finkbeiner

Matthias Finkbeiner, Vertriebsleiter colordruck Baiersbronn

„Neben Faktoren wie Nachhaltigkeit und Produktsicherheit werden zukünftig Lifestyle betonte und personalisierte Verpackungen stärker im Fokus stehen.Den neuen Zeitgeist in Richtung Individualität, Originalität und Exklusivität haben wir bereits wegweisend in unsere Unternehmensstrategie integriert. Mit unserem innovativen und intuitiven Onlineshop ermöglichen wir unseren Kunden, personalisierte Verpackungen einzigartig eindrucksvoll und individuell zu gestalten – und das bereits ab Stückzahl 1."
Kevin Eckert

Kevin Eckert, Leiter Packaging Sabeu

„Mit unserem Fluxx Entgasungseinsatz F38 HP bieten wir unseren Kunden ein Produkt zur kontinuierlichen Be- und Entlüftung mit hohem Luftdurchsatz sowie herausragendem Wassereintrittsdruck – besonders geeignet bei einer hohen Drucksituation im Behältnis. In allen Produktsegmenten werden wir Optimierungen vornehmen sowie neue Produktlösungen einführen. Insbesondere im Bereich der Fluxx Entgasungseinsätze werden wir unser Produktprogramm in nächster Zeit um attraktive Neuprodukte ergänzen und dem Markt somit weitere Anwendungsmöglichkeiten eröffnen."
Armand Schoonbroond

Armand Schoonbrood, COO Mondi Corrugated Packaging

„Gratulation zum 70ten Jubiläum! Weine & Magazine haben eines gemeinsam: Sie werden im Alter besser. Um daher bis zu sechs ,feine Weinflaschen' auf ihren Wegen zu schützen, haben wir die Mondi Vino Box Sprint designed. Nur ein Produkt, das unter Beweis stellt, dass wir täglich danach streben, das wahre „Home of Innovation“ für Verpackungslösungen zu sein. Auch in Zukunft stocken wir unser Portfolio mit innovativen, nachhaltigen, kostenattraktiven und individuellen Lösungen auf; denn ,We never stop improving' – und unser Portfolio auch nicht!"
Kai Acker

Kai Acker, Vorsitzender der KHS-Geschäftsführung

„KHS hat mit dem Nature MultiPack eine Verpackungslösung für PET-Flaschen und Dosen entwickelt, die Funktionalität, Verbraucherfreundlichkeit sowie eine erstklassige Produktpräsentation kombiniert. Es ermöglicht ein stabiles aber leicht aufzulösendes Pack durch Klebepunkte und ohne Schrumpffolie. Das spart Material und damit auch Verpackungsmüll. Genau diesen Herausforderungen begegnen wir mit zukünftigen Anlagen: Energie sparen und umweltschonende Lösungen im Sinne unserer Kunden."

Der Blick zurück: 70 Jahre Verpackungstechnik

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70 Jahre Verpackungshighlights: Packstoffe + Packmittel

>1945 Die bereits vor dem 2. Weltkrieg entwickelten thermoplastischen Kunststoffe hielten in der Nachkriegszeit endgültig Einzug in die mehr

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