20. Mai 2015 | Wirtschaft

Netzwerk für Biowerkstoffe

Netzwerke für Biokunststoffe
Holland Bioplastics bringt Partner zusammen.
Quelle: Holland Bioplastics

Vier Unternehmen der Biokunststoffbranche haben jetzt in Amsterdam ein Netzwerk gegründet, das den Zugang zu Informationen rund um biobasierte Werkstoffe erleichtern will. Holland Bioplastics soll alle relevanten Partner zusammenbringen und über die vielfältigen Möglichkeiten von Biokunststoffen informieren.

In den Niederlanden würden sich bereits viele nationale und internationale Unternehmen auf die Herstellung und Verarbeitung von Biokunststoffen konzentrieren, heißt es. Weltweit tätige Markenhersteller wie Ford, Nike, Puma, Toyota, Mercedes und The Coca Cola Company nutzen heute die auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Werkstoffe ebenso wie niederländische Unternehmen, darunter Albert Heijn, The Greenery, KLM, Rabobank, Heineken and Grolsch.

Verpackungsexpertin bietet Plattform - Biokunststoffe schneller in Verpackung

Die vier Gründungsmitglieder Corbion, NatureWorks, Bio4Pack und Braskem haben Holland Bioplastics nach eigenen Angaben mit dem Ziel ins Leben gerufen, allen Partnern, die direkt oder indirekt mit der Entwicklung und der Herstellung von Grundstoffen, Materialien und Produkten, dem Handel oder Marketing zu tun haben, eine offene Plattform zu bieten. Geschäftsführerin ist die niederländische Verpackungsexpertin Caroli Buitenhuis, die im letzten Jahr bereits Biobased Packaging Innovations in Amsterdam eröffnet hat.

Das unabhängige Beratungsunternehmen und Informations- und Expo Centre beschäftigt sich mit allen Aspekten rund um biobasierte Verpackungen. Eine Ausstellung zeigt Trays, Flaschen und Pouches aus Biokunststoff - versehen mit den entsprechenden Informationen über das verwendete Material, den Hersteller und Rohstofflieferanten sowie die Barriere- und Siegeleigenschaften. Verpackungsexperten vor Ort geben zudem u. a. Auskunft über Möglichkeiten der Umstellung von konventionellen Verpackungen auf nachhaltige Alternativen und die Auswirkungen auf bestehende Produktionsprozesse und Betriebskosten. Biobased Packaging Innovations wird finzanziert durch das niederländische Wirtschaftsministerium und soll dazu beitragen, Biokunststoffe schneller in den Verpackungsmarkt zu bringen.

 

Von Doris Bünnagel

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