07. März 2017 | Wirtschaft

IK: Kritisch gegenüber oxo-abbaubar

IK: Kritisch gegenüber oxo-abbaubar
Ein gutes Jahr für Kunststoffverpackungen
Quelle: GKV

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen positioniert sich kritisch gegenüber oxoabbaubaren Kunststoffen mit der Publikation „Frequently Asked Questions (FAQs) zu oxo-abbaubaren Kunststoffen“. Hintergrund für die Veröffentlichung sind neben Medienberichten zahlreiche Anfragen aus dem Kreis der IK-Mitgliedsunternehmen sowie von Kunden der Kunststoffverpackungsbranche.

Das Thema ist auch international von Bedeutung, da es beispielsweise in Frankreich bereits ein gesetzliches Verbot „oxo-abbaubarer“ Kunststoffe gebe, so die Bad Homburger IK weiter. Es werde in den FAQs darauf hingewiesen, dass „oxoabbaubare Kunststoffe“ die Anforderungen an eine vollständige biologische Abbaubarkeit nicht erfüllen. Aus Sicht des IK-Arbeitskreises Bioplastics sind die Bezeichnungen „oxo-fragmentierbare“ oder „thermo-„ oder „photofragmentierbare Kunststoffe“ zutreffender, da es sich hierbei nicht um einen vollständigen Abbau, sondern um eine Fragmentierung der Kunststoffe zu sichtbaren oder unsichtbaren Kunststoffstückchen handele.

„thermo-„ oder „photofragmentierbare Kunststoffe“zutreffender

Darüber hinaus macht IK darauf aufmerksam, dass die Fragmentierung von Produkten aus „oxo-abbaubaren Kunststoffen“ das aktuelle Problem des Eintrags von „Microplastics“ in Gewässer und Meere verschärfen könne. Auch werde das Recycling durch „oxo-abbaubare“ Kunststoffe beeinträchtigt. Die FAQs wurden im Arbeitskreis Bioplastics entwickelt, der sich grundsätzlich mit allen Fragen rund um das Thema Verpackungen und Folien aus Bioplastics befasst.

Download auf der Webseite kunststoffverpackungen.de, Rubrik Publikationen.

Kunststoffe mit Umsatzrekord, 14,2 Mrd. Euro Verpackung

Die Kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland verzeichnet für das Jahr 2016 einen neuen Umsatzrekord. Der Branchenumsatz wuchs im vergangenen Jahr um 3,2 % auf 60,8 Mrd. Euro. Für die deutschen Kunststoffverarbeiter zog der Präsident des Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie Dirk E. O. Westerheide eine durchweg positive Bilanz des Jahres 2016.  Auch die Zahl der Beschäftigten in der Kunststoffverarbeitung legte erneut leicht zu und liegt jetzt bei 317.000.

Das Jahr 2016 war nach Einschätzung der IK Industrievereinigung  Kunststoffverpackungen  für die Kunststoffverpackungsindustrie ein gutes Jahr. In allen Produktsegmenten konnten Zuwächse erzielt werden. Die Kunststoffverarbeitung insgesamt stiegt 2016 auf 14,1 Mio. t, davon 4,3 Mio. t zu Verpackungen. Der Umsatz legte gegenüber 2015 um 4,4 % zu auf 14,2 Mrd. Euro.

Redigiert von Norbert Sauermann

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