31. März 2017 | Wirtschaft

Umweltgerechte Kläranlage

Die Arbeiten für den Neubau der betriebseigenen Kläranlage der Papierfabrik Model AG in Niedergösgen haben begonnen. COO Elisabeth Model und Betriebsleiter Michael Wilms tätigten den offiziellen Spatenstich. Bei dem Neubau handelt es sich um ein geschlossenes und geruchsfreies Klärwerk mit angeschlossenem Schwebebettreaktor und einer Biogas-Aufbereitungsanlage. Das aus dem Industrieabwasser anfallende Biogas soll ab August von einem Energieversorgungsunternehmen aufbereitet und ins lokale Gasnetz eingespeist werden.

Bereits im Jahre 2009 kaufte die Model Holding AG, Spezialist für Verpackungslösungen aus Voll- und Wellpappe, die Produktionsstätte in der Gemeinde Niedergösgen. Um die Produktion von derzeit ca. 200.000 t/Jahr auf 300.000 t steigern zu können, will die Gruppe den Standort, entsprechend einem ausgearbeitetem Gestaltungsplan, innerhalb der nächsten 5 Jahre ausbauen.

Anaerobe und aerobe Reinigungsstufen

Geplant sind, neben Umbauten im Produktionsprozess, ein größeres Wareneingangslager für Altpapier sowie ein Lager für die Endprodukte. Vorrangig werde die bestehende Kläranlage für 9 Mio. SFr umfangreich saniert und umgebaut, um die Kläranlagenkapazität zu erhöhen und der Geruchsbelästigung entgegenzuwirken. So wird die anaerobe Reinigungsstufe durch neue Hochleistungsreaktoren ersetzt und zusätzlich durch eine aerobe 2. Stufe ergänzt. Wie Betriebsleiter Wilms beim Spatenstich mitteilte, plant er mit einer Inbetriebnahme der neuen anaeroben Anlage im Oktober oder November dieses Jahres. Die aerobe Anlage soll voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres in Betrieb gehen.

Zum neuen Klärwerk gehört auch eine Biogas-Aufbereitungsanlage. In der Papierfabrik in Niedergösgen entstehen nach eigenen Angaben pro Jahr rund 13 Gigawattstunden Biogas aus dem industriellen Abwasser. Ab August 2017 werde dieses Biogas aufbereitet und ins lokale Erdgasnetz eingespeist.

Redigiert von Norbert Sauermann

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