02. Mai 2013 | Wirtschaft

Ardagh/Bonduelle: Neue Konservendose

Nach einer Entwicklungszeit von zehn Jahren haben Ardagh und Bonduelle eine neue Konservendose auf den Markt gebracht, die 15 Prozent weniger Material als die derzeit "sparsamste" Dose benötigt. Diese Produktentwicklung stellt den Angaben zufolge einen bedeutenden Fortschritt bei der sogenannten DWI-Dosenherstellung und Verfahrenstechnik dar. Der Packmittelhersteller konnte erstmalig eine Stickstoffdosiertechnik bei Konservendosen anwenden, die jener ähnelt, die in der Getränkeindustrie eingesetzt wird.

Dank neuer Designmerkmale spricht die Dose den Verbraucher nun auch stärker an. Auf die Bördelung der Dose wird künftig verzichtet, um der Verpackung einen edleren Look and Feel zu verleihen. Die neue glatte Oberfläche macht das Anbringen eines hochwertigen Etiketts oder das direkte Bedrucken der Dose möglich. Ein weiterer Pluspunkt für den Verbraucher sei  - wie Konsumentenbefragungen gezeigt hätten - der Eindruck von Frische, der beim Öffnen der Dose durch den "Zisch"-Effekt entsteht, wenn das Vakuum abgebaut wird.

Verringerung der Materialdicke

Für die neue 400-g-Dose werden 15 Prozent weniger Material als für die derzeit sparsamste Dose benötigt, vor allem dank einer Verringerung der Manteldicke um erstaunliche 43 Prozent. Ardagh schätzt, dass die Materialeinsparung bei der Fertigung von einer Milliarde Dosen nach diesem neuen Entwurf dem in etwa dem Gewicht des Eiffelturms entspricht. Dies zeigt sich auch in einer CO2-Einsparung, die nach Ardaghs Schätzungen bei rund 15 Prozent liegt.

Die Bonduelle-Dosen werden in Ardaghs DWI-Fertigungsstätte in Deventer, Niederlande, hergestellt und in Bonduelles Anlage in Vaulx-Vraucourt, Nordfrankreich, befüllt. Zunächst wird die neue Variante für das Wintergemüsereihe (Kidney Bohnen und Schwarze Bohnen) eingesetzt. Danach soll sie schrittweise für weitere Produkte des Gemüsekonservensortiments eingeführt werden.

DWI (für "Drawn, Walled and Ironed") ist ein modernes Verfahren zur Herstellung von Metallkonservendosen, das sich von der traditionellen dreiteiligen Fertigung darin unterscheidet, dass die Konservendose in zwei Schritten hergestellt wird. Bei dieser Methode werden Mantel und Boden zusammen in einem Extrusions- und Pressverfahren und nicht durch Auswalzen und Bördeln geformt.

 

Einen ausführlichen Artikel über die neue Dose lesen Sie in VERPACKUNGS-RUNDSCHAU 6/13 (bestellen Sie hier kostenlos die aktuelle Ausgabe).

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