Lohnverpacken

Unter der Tätigkeit des Lohnverpackens wird zumeist eine Dienstleistung verstanden, die Subunternehmen für Auftraggeber tätigen. Lohnverpacker werden u.a. auch als Kontraktpacker, Auftragspacker oder in mit den englischen Bezeichnungen wie Co-Packer bzw. Contract Packer bezeichnet. Analog dazu kann das Lohnverpacken als Dienstleistung auch Co-Packing genannt werden. Im Getränkebereich ist die Bezeichnung Abfüller geläufig.

Im Auftrag der eigentlichen Hersteller oder Importeure verpacken diese Subunternehmen die Güter unter den jeweiligen Markennamen oder Handelsmarken. Das heißt, sie konfektionieren die Waren beispielsweise mittels Sleeven, Einschweißen, Sortieren, Etikettieren oder Kodieren. Darüber hinaus können sie weitere Dienstleistungen wie das Montieren, Lagern, Veredeln, Kommissionieren oder die Materialbeschaffung übernehmen.

Branchenprofis stellen sich vor:

Die Varianten

Anfangs als reine Handarbeit und dessen Personalintensivität ausgelagert ist das Verpacken als automatisierter sowie digitalisierter Vorgang seit jeher kostspielig. Wenngleich der Packprozess dadurch effizienter und schneller wurde, nehmen die Anforderungen an Packstoffe und Packmittel wie deren Ver- und Bearbeitung zu.

Deshalb lassen sich in der Regel drei Mischformen beim Lohnverpacken ausmachen. Markenhersteller können zum Co-Packer für Drittmarken werden, um eigene Kapazitäten auszulasten. Frühere Markenhersteller können sich aus wirtschaftlichen Gründen auf das Lohnverpacken konzentrieren. Dezidierte Lohnverpackungs-Dienstleister stellen Verpackungslinien zur Verfügung, ohne eigene Produkte anzubieten.

Die Vorteile

Solche externen Strukturen nutzen Unternehmen – insbesondere im Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmabereich – um den arbeitsintensiven Packvorgang auszulagern. Effiziente Abpackanlagen bringen einen hohen Investitionsbedarf mit sich. Durch Outsourcing an Lohnverpacker kann die kostenintensive Anschaffung sowie potenzielle Stillstandzeiten dieser Anlagen umgangen werden.

Im Laufe der Entwicklung zu immer mehr Lean- und Just-in-Time-Produktionen entwickeln sich Lohnverpacker zusehends zu einem Full-Service- bzw. Fulfillment- Dienstleister. Als solcher übernehmen sie das Handling des Produktes von der Beschaffung bis zur Lieferung in den Handel sowie Retourenbearbeitung.

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