Bedruckstoffe und Veredelung/Converting

Verpackungsdruck: Bedruckstoffe und Veredelung/Converting

Neben den Druckverfahren ist im Verpackungsdruck auch die materialübergreifende Verarbeitung von Packmitteln in allen Prozessschritten inbegriffen. Darunter fällt das Converting, also die Veredelungen mit Kunststoff-, Folien- oder anderen Elementen, um Präge-, Glanz- oder haptische Effekte auf einer Verpackung zu ermöglichen. Bis hin zu gedruckten, elektroischen Leiterbahnen.

Druckfarben und Lacke

Im Fahrtwasser des steigenden Nachhaltigkeitsbedürfnisses gewinnen wasserbasierte Druckfarben gegenüber denn schwer bis gar nicht abbaubaren Farben auf Ölbasis immer mehr an Bedeutung. Verschiedenste Farbmittel können neben dem herkömmlichen Druck auch zur Veredelung oder zum Fälschungsschutz, beispielswiese durch Leuchtfarben, eingesetzt werden.

Faltschachteln

Von den genannten Verfahren ist bei Faltschachteln für Kosmetik, Genussmittel, tiefgefrorene Lebensmittel, Zigaretten und Medikamente weiterhin der Offsetdruck das Maß der Dinge.  Im primär eingesetzten Bogenoffsetdruck werden Veredelungen häufig während des Drucks appliziert, während etwaiges Stanzen und Prägen im Nachhinein verarbeitet werden. Sehr große Auflagen wie Zigaretten werden auch Rolle auf Rolle gedruckt.

Papier und Wellpappe

Beim Bedrucken von Papier- und Wellpappeverpackungen stehen der Offset- und der Flexodruck direkt im Konkurrenzverhältnis zueinander. Trotz der hohen Kosten gewinnt der Digitaldruck rasant an Bedeutung, da er mehr Flexibilität und Individualisierung ermöglicht. Insbesondere Beutel, Säcke und Kisten werden in diese Verpackungen konfektioniert.

Aluminiumdosen

Immer neue Drucktechniken erlauben es, den gesamten Dosenbereich zu bedrucken. So können mittlerweile die Dosendeckel mehrfarbig individuell bedruckt werden. Ebenfalls können herkömmliche mit matten Lacken kombiniert werden. Digitale Druckverfahren oder mit Lasern hergestellte Druckplatten erlauben immer feinere Druckbilder.

Kunststoffe (Folien etc.)

Im großen Bereich des Verpackungsdrucks für Lebensmittel, Süßwaren, Beutel, Säcke, Deckelfolien sowie Einwickler ist der Flexodruck (neben dem Rollentiefdruck) das meistgenutzte Verfahren. Allerdings wird auch hier der Digitaldruck wegen seiner vergleichsweise günstigen personalisierbaren Kleinauflagen immer häufiger eingesetzt, wenngleich diese Vorteile durch die Kosten nahezu negiert werden.

Etikettendruck

Kaum eine Verpackung kommt ohne Etikett aus. Je nach Anwendung können Etiketten auf vielfältigen Materialien und mit diversen Verfahren gedruckt werden. Auch ist dieser Bereich der am längsten etablierte für schmalbahnige Digitaldruckmaschinen. In der Kosmetik/Hygieneartikel sind auch Duftetiketten, die durch Reiben auf dem Material einen Duftstoff freisetzen, eingesetzt, um das Produkt ohne direktes Öffnen erfahrbar zu machen.

News zum Thema Verpackungsdruck: Bedruckstoffe und Veredelung/Converting

04. Juli 2012 | Wirtschaft

Forschungsschub für den Verpackungsdruck

Das im Juni 2012 gegründete Institut iP3 Leipzig will in der Branche den Wettbewerb beleben, zudem bringt es mehr

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