03. Dezember 2018 | Wirtschaft

Digitalisierung ist Wachstumstreiber

Studienautor Matthias Riemann fasst zusammen, dass die Ausgangslage für Maschinenhersteller nicht besser sein könne: Die Anwender wünschten sich zusätzliche Dienstleistungen und seien bereit, dafür mehr zu bezahlen
Studienautor Matthias Riemann fasst zusammen, dass die Ausgangslage für Maschinenhersteller nicht besser sein könne: Die Anwender wünschten sich zusätzliche Dienstleistungen und seien bereit, dafür mehr zu bezahlen
Quelle: Munich Strategy

Sich über die eigenen Produkte und Anlagen in der Verpackungsbranche zu differenzieren werde immer schwerer. Um am stetig wachsenden und globalen Markt für Verpackungsmaschinen (+ 6,7 % bis 2023) weiter partizipieren zu können, identifizierte die neue Studie „Wachstum durch Differenzierung. Digitalisierung und Vertikalisierung als strategische Handlungsfelder für den Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenbau“ von der Managementberatung Munich Strategy mit der Digitalisierung und Vertikalisierung zwei Schlüsselbereiche.

Digitalisierung über Plattformlösungen

Die Digitalisierung könne von Maschinenbauern in Form neuer Geschäftsmodelle wertschöpfend genutzt werden. Dabei spielten Plattformen, die Hersteller mit den Anwendern verbinden, den Informationsaustausch und die Qualitätssicherung verbesserten sowie datengetriebene Modelle, mit denen Maschinendaten direkt und indirekt monetarisiert werden können, eine treibende Rolle. Dazu würden neben übersichtlichen Analyse- und Auswertungsoberflächen digitale Tools wie Fernwartung, Fehlersuche oder Predictive Maintenance als notwendig bewertet.

Standardsegmente vertikalisieren

Laut Studienergebnissen sei in Segmenten mit hoher Standardisierung wie Fleischwaren, Getränke und Milchwirtschaft eine  Vertikalisierung nützlich. Technische Voraussetzungen in Steuerung, Handling sowie Integrations- und Applikationsexpertise würden als Erfolgsfaktoren für gelungene Vertikalisierung stehen. Durch Zukäufe oder Kooperationen könne die Schnittstelle zwischen Produkt- und Prozessportfolio erreicht werden.

Die Studie basiert den Angaben nach auf Auswertungen von 3500 mittelständischen Unternehmen und Erkenntnissen aus Beratungsprojekten, die durch 42 Interviews mit Marktteilnehmern und Experten validiert sowie ergänzt wurden.

Redigiert von Thobias Quaß

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