07. März 2019 | Packstoffe + Packmittel

Wie steht’s mit dem Export beim No-Deal-Brexit?

Inka-Paletten könnten auch bei einem No-Deal-Brexit weiter für den Export genutzt werden, da sie ohne Vorbehandlung und IPPC-Markierung in Länder eingeführt werden dürfen, in denen die ISPM 15 angewandt wird
Diese Paletten könnten auch bei einem No-Deal-Brexit weiter für den Export genutzt werden, da sie ohne Vorbehandlung und IPPC-Markierung in Länder eingeführt werden dürfen, in denen die ISPM 15 angewandt wird
Quelle: Inka Paletten

Noch ist nicht klar, ob eine Verschiebung des Brexit von Ende März bis Ende Juni stattfindet, aber schon jetzt bereite man sich auf ein No-Deal-Szenario vor. Bei diesem dürfen etwa Holzverpackungen und Paletten ohne Vorbehandlung und IPPC-Markierung nicht mehr aus der EU ins Vereinigte Königreich eingeführt werden.

Die ISPM 15 soll verhindern, dass durch Holzpackmittel wie Paletten Pflanzenschädlinge in Länder eingeführt werden, in denen sie nicht heimisch sind und in denen sie die dortige Pflanzenwelt gefährden können. Derzeit gilt für das Vereinigte Königreich, dass Paletten aus anderen EU-Ländern ohne Behandlung und Markierung eingeführt werden dürfen. Im Falle eines No-Deal-Brexit entfällt diese Regelung ersatzlos. Konkret bedeutet das: Alle Vollholzpaletten müssten fortan gemäß ISPM 15 vorbehandelt und markiert werden.

Für Exporteure, die auf Paletten von Inka-Paletten aus Siegertsbrunn bei München exportieren, ändert sich in Sachen ISPM 15 bei einem No-Deal-Brexit allerdings nichts. Denn diese werden aus Pressholz hergestellt und gelten als „processed wood“, das von den Bestimmungen der ISPM 15 ausgenommen ist.

Redigiert von Thobias Quaß

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