09. Oktober 2018 | Recycling

bvse: Kunststoffrecycling für mehr Klimaschutz

Gerade im Bereich des aktuell vieldiskutierten Kunststoffrecyclings stecke nach Überzeugung des bvse noch eine Menge Potenzial für die Einsparung von klimaschädlichen CO2-Emissionen
Gerade im Bereich des aktuell vieldiskutierten Kunststoffrecyclings stecke nach Überzeugung des bvse noch eine Menge Potenzial für die Einsparung von klimaschädlichen CO2-Emissionen
Quelle: bvse
Der jüngste Sonderbericht des Weltklimarates (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change) untersuchte die Folgen einer globalen Erwärmung um 1,5°C gegenüber vorindustriellem Niveau. Diese seien geringer als die mutmaßlichen Folgen der verbindlich vorgeschriebenen Begrenzung auf 2°C Erderwärmung. Deswegen hat der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) auf seiner Jahrestagung den Zusammenhang von Kunststoffrecycling und Klimaschutz verdeutlicht.

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, ermöglicht durch die Substitution von Rohstoffen aus fossilen Ressourcen mit Rezyclaten, berge noch eine Menge Potenzial für die Einsparung von klimaschädlichen CO2-Emissionen. Aus Sicht des bvse sollten Mechanismen zur Förderung des Rezyclateinsatzen an die CO2-Einsparung gekoppelt werden. Beispielsweise durch eine Bonifizierung in Höhe der CO2-Zertifikate im Emissionshandel je Kilogramm eingesparte CO2-Emissionen.

Ergebnisse des Sonderberichts
Die Folgen für (marine) Biodiversität und terrestrische Süßwasser- und Küstenökosysteme, einschließlich Artenverlust und -aussterben, seien laut Projektionen bei 1,5°C globaler Erwärmung weniger deutlich als bei 2°C. Außerdem zeige der Bericht, dass sich bei geringerer Erderwärmung der Anstieg der Ozeantemperatur sowie die damit verbundene Erhöhung des Säuregehalts und Abnahme des Sauerstoffgehalts im Ozean verlangsame. Infolgedessen würden die Funktionen und Dienstleistungen dieser Ökosysteme für den Menschen weiter erhalten.

Redigiert von Thobias Quaß

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